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Verletzter Stamm führt Wasserballer in K.o.-Runde der WM

17.07.2019 12:32
Der verletzte Marko Stamm (l.) erzielte fünf Tore
© AFP/SID/FABRICE COFFRINI
Der verletzte Marko Stamm (l.) erzielte fünf Tore

Die deutschen Wasserballer haben bei der Schwimm-WM in Südkorea vorzeitig die K.o.-Runde erreicht.

Nach dem 9:9 zum Auftakt gegen Japan besiegte das Team von Bundestrainer Hagen Stamm Brasilien klar mit 15:8 (4:1, 6:1, 2:2, 3:4) und hat damit mindestens das Achtelfinale sicher. Mit drei Punkten kletterte die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) vorerst auf den zweiten Platz in der Gruppe D hinter dem großen Favoriten Italien.

Bundestrainer-Sohn Marko Stamm, der im ersten Spiel einen Bänderriss im linken Fuß erlitten hatte, kam mit einem dicken Tapeverband um den Knöchel unerwartet fast das gesamte Spiel zum Einsatz und erzielte sogar fünf Tore. Damit war der Spandauer bester Werfer seiner Mannschaft, die erstmals seit 2013 wieder an einer WM teilnimmt.

"Ich habe vor einem halben Jahr mal gesagt: Ich höre erst auf, wenn meine Mitspieler mich mit dem Rollstuhl zum Beckenrand schieben müssen. Dass es jetzt doch so schnell geht, hätte ich nicht gedacht", sagte Stamm junior, der nur unter großen Schmerzen laufen konnte: "Da muss ich meine Aussage noch mal revidieren. Ich höre noch nicht auf. Ich hätte nicht gedacht, dass es im Wasser trotzdem noch so gut läuft."

Zum Vorrundenabschluss trifft die DSV-Auswahl am Freitag (7:30 Uhr MESZ) auf den dreimaligen Weltmeister und dreimaligen Olympiasieger Italien. Möglicherweise kommt es am Ende im Kampf um Platz zwei auf die Tordifferenz gegenüber Japan an. Die Asiaten verloren am Mittwoch 7:9 gegen Italien. Dem Vorrundendritten droht im Achtelfinale bereits ein Top-Gegner. "Ich möchte alles werden nur nicht Dritter", sagte Hagen Stamm.

 

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