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Pressestimmen zu Silverstone

"Vettels Psychodrama: Maranello, wir haben ein Problem"

15.07.2019 11:31
Sebastian Vettel schloss den GP von Silverstone als 16. ab
© Dan Istitene, getty
Sebastian Vettel schloss den GP von Silverstone als 16. ab

Der Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien im britischen Silverstone hat Lewis Hamilton gewonnen und seine WM-Führung ausgebaut - Sebastian Vettel erlebt bei diesem zehnten Saisonlauf indes ein neues Debakel.

Internationale Medien kommentieren den Großen Preis von Großbritannien wie folgt:

  • GROßBRITANNIEN:

"The Guardian": "Hamiltons Sieg war etwas dem Glück geschuldet. Aber sobald alle Hindernisse beseitigt waren, brachte er den Sieg mit der unablässigen Kontrolle zum Abschluss, die ihn fünf Titel einfahren ließ. Nun scheint ein sechster näher denn je. Er führt in der Meisterschaft vor Bottas mit 39 Punkten und hat 100 Punkte Vorsprung vor Vettel."

"Telegraph": "Sebastian Vettel wirkt wie ein Fahrer, der die Richtung verloren hat. Die Gerüchte über seinen frühen F1-Ausstieg werden immer lauter. Er ist nur noch eine blasse Kopie jenes Mannes, der vier WM-Titel mit Red Bull gewann. Lewis Hamilton schätzt einen glitzernden Lifestyle und Hollywood-Partys, aber nur hier in Silverstone fühlt er sich geliebt. Und hier war er wieder einmal eine Klasse für sich."

"Sun": "Hamilton überquerte die Ziellinie 25 Sekunden vor Bottas, aber erst das Safety Car hatte ihn in diese komfortable Position gebracht. Unfassbar: Vettel kracht Verstappen einfach ins Heck. Ferrari hat ein ernsthaftes Problem."

"Daily Mirror": "In einem Rennen, das durchaus den Preis als Rennen des Jahres gewinnen könnte, zelebrierte Hamilton den 80. Sieg seiner Karriere wie ein König. Aber was macht Vettel da? Der Ferrari-Man verliert die Kontrolle und kommt vom Weg ab."

  • ITALIEN:

"La Repubblica": "Mit Glück und Talent triumphiert Lewis Hamilton "zu Hause". Und es ist sein sechster Erfolg - geschlagen der Rekord von Jim Clark und Alain Prost - auf dieser eindrucksvollen und uralten Strecke, auf der 1950 das erste Rennen stattfand.

"La Stampa": "Vettels Psychodrama: Maranello, wir haben ein Problem. Binotto verteidigt Vettel, fast wie ein älterer Bruder, doch die Krise des Piloten scheint endlos zu sein. Hamilton ist der wahre Herr der Formel 1. Er hat auch Glück auf seiner Seite, doch niemand hat nach zehn Rennen so viele Punkte erobert wie er."

"Gazzetta dello Sport": "Ferrari hat einen neuen Leader. Leclerc dominiert die Show, während Vettel wieder einmal desaströs ist. Leclerc ist Protagonist eines außerordentlichen Duells mit Verstappen, er ist kämpferisch und energisch, obwohl sein Auto nicht das schnellste ist. Leclerc ist wunderbar, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung. Er hat endgültig das Herz der Ferrari-Fans erobert."

"Corriere dello Sport": "Leclerc wie einst Gilles Villeneuve: Der Krieger Charles schafft zwei geniale Überholmanöver. Leclerc gewinnt den Guerrillakampf zwischen Ferrari und Red Bull. Angriffslustig und tödlich in der Verteidigung, Leclerc hat Nerven aus Stahl, er wächst und wächst und hat noch viel Potenzial. Vettel, wie schade! Wieder eine Blamage für Sebastian."

"Tuttosport": "Ein Sonntag zum Einrahmen für Hamilton, der wieder einmal der unangefochtene König der F1 ist. Vettel ruiniert einen tollen Start, indem er den Angriff auf Verstappen völlig verpatzt. Vettel entschuldigt sich bei dem Niederländer, doch seine Pechsträhne nimmt kein Ende."

"Corriere della Sera": "Vettel verliert wieder einmal den Kopf. Während der Youngster Leclerc an Prestige gewinnt, scheint der viermalige Weltmeister Vettel nicht in der Lage, die Wiederholung bereits begangener Fehler zu vermeiden. Wie ein Kind reagiert er übereilig und schlecht auf eine direkte Bedrohung. Leclerc bewegt sich dagegen mit genau der Sicherheit, die sein Kapitän verloren hat."

  • SPANIEN:

"Marca": "Der Schlüsselmoment des Rennens war das Abkommen von der Strecke und das Ausscheiden von Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo) in der 20. Runde. Zu diesem Zeitpunkt hatten Bottas, Leclerc, Verstappen und Vettel bereits angehalten, während Hamilton und Carlos Sainz mit dem Start des Safety Car den Horizont sahen. Lewis machte seinen einzigen Halt und setzte sich an die Spitze, um zum großen Leidwesen seines Teamgefährten (Bottas) die Führung bis zum Ende zu übernehmen."

  • ÖSTERREICH:

"Kleine Zeitung": "Lewis Hamilton feierte in Silverstone einen Heimsieg vor Valtteri Bottas und Charles Leclerc. Das Rennen war geprägt von vielen, vielen Überholmanövern und Duellen. Es war Entertainment pur. Keine Spur von Formel fad."

  • SCHWEIZ:

"Blick": "Was ist nur mit Sebastian Vettel los?" Das titelte 'SonntagsBlick' nach dem Qualifying zum Grossen Preis von Grossbritannien. Nach dem Rennen in Silverstone stellt sich diese Frage noch mehr. (...) In der WM-Wertung wirds für Vettel immer enger. Leclerc liegt im Direktduell nur noch drei Punkte hinter dem Deutschen (120:123). Rücktrittsgerüchte Ende Saison werden nicht leiser. Die endlose Diskussion geht weiter. Hört Vettel tatsächlich auf? Der vierfache Weltmeister steht an einem Scheideweg seiner Karriere."

  • FRANKREICH

"L'Equipe": "Hamilton stellt die Rangordnung wieder her. Der liebe Gott hat König Hamilton gerettet, indem er wunderbarerweise ein Safety Car auf die Strecke schickte. Vettel verliert die Kontrolle über sein Auto und kracht Verstappens Red Bull ins Heck."

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