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Ducati verzweifelt immer wieder an größter Schwäche

12.07.2019 12:34
Davide Tardozzi und Ducati bekommen die Probleme nicht in den Griff
© Mirco Lazzari gp, getty
Davide Tardozzi und Ducati bekommen die Probleme nicht in den Griff

Mehr als 16 Sekunden hinter Marc Márquez lief am Rennsonntag auf dem Sachsenring die erste Ducati über die Ziellinie. Weder Andrea Dovizioso noch Danilo Petrucci spielten bei der Vergabe der Podestplätze eine Rolle.

In der WM halten beide zwar noch die Plätze zwei und drei, der Vorsprung von Marc Márquez (Honda) ist jedoch weiter angewachsen.

Das lässt, auch aus der Sicht von Ducati-Teammanager Davide Tardozzi, nur einen Schluss zu: "Unsere Gegner haben in den Bereichen, die zu unseren Stärken zählen, große Fortschritte gemacht. Deshalb sind sie näher gekommen, während wir keine entscheidenden Schritte in jenen Bereichen machen konnten, in denen unsere Schwachpunkte liegen."

Im Gespräch mit den italienischen Kollegen von "GPOne.com" versichert Tardozzi jedoch: "Klarerweise müssen wir daran arbeiten und Gigi Dall'Igna tut genau das. Er kennt unsere Probleme sehr gut und arbeitet schon lange daran, sie zu lösen. Das ist natürlich nicht einfach, sonst hätten wir es bereits getan." Hauptproblem der GP19 sind die Kurven.

MotoGP-Sommerpause: Ducati plant "Innovationen"

"Es ist immer dasselbe", weiß Tardozzi. "Andrea hat Recht, wir wissen es und Gigi weiß es. Wir arbeiten daran, in Assen haben wir zum Beispiel einen neuen Rahmen zum Einsatz gebracht. Das wurde wertgeschätzt, auch wenn es nicht alle Probleme auf einmal gelöst hat, weil das auch gar nicht möglich ist. Die Entwicklung ist immer Ergebnis mehrere Schritte."

So glaubt Tardozzi auch nicht, dass es nur ein Teil brauchen wird, um das Problem zu lösen, sondern "eine Reihe von Materialien". Dazu soll die Sommerpause genutzt werden: "In diesem Monat wird unsere Entwicklungsabteilung ihre Arbeit fortsetzen, um zu sehen, ob wir unseren Piloten im August einige Innovationen zur Verfügung stellen können."

Dann ist es im Kampf um den Titel aber womöglich schon zu spät, wenn WM-Leader Márquez seine Konstanz aus der ersten Saisonhälfte weiter fortsetzen kann. Bereits jetzt hat er 58 Punkte Vorsprung auf seinen Verfolger Dovizioso, den Márquez mittlerweile nicht mehr als ersten und ärgsten Konkurrenten ansieht, wie er kurz vor der Sommerpause verriet.

Beständigkeit von Márquez schon fast "beschämend"

Tardozzi kann das verstehen: "Er sagt damit nichts Falsches, ich würde selbst Rins mit der Suzuki nicht unterschätzen. Marc hat sich einfach nur umgedreht und sich angeschaut, wer dort ist." Und das war zuletzt eben nicht Dovizioso, stattdessen erlebte Yamaha mit Maverick Vinales eine Wiederaufstehung. In Assen konnte der Spanier Márquez sogar schlagen.

Das gelang Ducati seit Mugello nicht mehr. "Es ist unglaublich schwer, Márquez zu schlagen", betont Tardozzi. "Seine Beständigkeit in den Ergebnissen ist schon fast beschämend. In den vergangenen sechs Jahren ist er fünfmal Weltmeister geworden. Dazu kann man ihm und Honda nur gratulieren. Sie haben wieder einen Satz nach vorn gemacht."

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