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In der Bayern-Kabine bestand "Explosionsgefahr"

Keine Giftpfeile und Top-Transfers: Rummenigge lobt den BVB

12.07.2019 09:24
Karl-Heinz Rummenigge lobt den BVB
© Alexander Hassenstein, getty
Karl-Heinz Rummenigge lobt den BVB

Trotz großer Turbulenzen und sportlichen Tiefschlägen sicherte sich der FC Bayern in der Saison 2018/19 einmal mehr das Double. Für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge das entscheidende Argument bei der Beurteilung von Trainer Niko Kovac. Für die Arbeit des BVB hat der 63-Jährige nur Lob übrig.

Die Saison sei nicht immer einfach für Niko Kovac gewesen, erklärte Karl-Heinz Rummenigge im "sport1"-Interview. Durch das gewonnene Double heiße es nun aber: "Ende gut, alles gut."

Dass während der Saison eben nicht "alles gut" war, musste der Münchner Vorstandschef eingestehen. So herrschte zum Beispiel nach dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf am 12. Spieltag "in der Kabine Explosionsgefahr". Anschließend wurde laut Rummenigge aber "Klartext gesprochen. [...] Uns war klar: Es muss jetzt sofort eine Reaktion der Mannschaft kommen ­– in Form von Ergebnis und Spielkultur. Glücklicherweise ist dieses Kalkül aufgegangen."

KHR: Kovac muss Bayern-System kultivieren

Der Status von Niko Kovac habe sich durch die beiden Titel geändert, erklärte Rummenigge: "Denn Titelgewinne helfen natürlich." Nun gehe der Kroate gestärkter in die Saison, versprach der Vorstandschef.

Wie die Anforderungen an Kovac sind, stellte Rummenigge unmissverständlich klar: "Am Ende des Tages muss es ein Bayern-System geben, wie es ein Barcelona-System gibt. Das System, mit dem wir über Jahre und mit unterschiedlichen Trainern sehr erfolgreich waren und welches spektakulärsten Fußball beinhaltete. [...] Es wird jetzt eine wichtige Aufgabe von Niko Kovac sein, diese Spielkultur mit unserer verjüngten Mannschaft weiter zu kultivieren."

Rummenigge lobt den BVB

Für den großen Konkurrenten aus Dortmund hatte Rummenigge indes nur Lob übrig. Die Transfers des BVB bewertet der Bayern-Boss "positiv". Gerade im Hinblick auf das Abschneiden auf der europäischen Bühne sei es hilfreich, wenn mehr Qualität auf dem Platz stehe. Außerdem habe der Rekordmeister "ein Interesse an Konkurrenzkampf".

Sehr begrüßt haben die Münchner offenbar nicht nur den Widerstand, den der BVB leistete, sondern auch das Verhalten der Schwarz-Gelben. "Als uns der BVB zeitweilig mit neun Punkten Vorsprung davongelaufen war, wurde in der ganzen Zeit aus Dortmund nicht ein hämischer Satz Richtung München losgelassen", zeigte sich Rummenigge positiv überrascht. 

"Als wir dann in der Rückrunde Punkt für Punkt aufgeholt haben, fand ich es nicht nur fair, sondern auch seriös, analog dasselbe zu tun", begründete das Münchner Oberhaupt das Ausbleiben der traditionellen Giftpfeile aus dem Süden Deutschlands.

 

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