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Ex-Bundestrainer Lambertz kritisiert seine Nachfolger

04.07.2019 08:42
Der frühere Bundestrainer Henning Lambertz kritisiert die Insellösungen im Verband
© dpa
Der frühere Bundestrainer Henning Lambertz kritisiert die Insellösungen im Verband

Der frühere Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz lehnt die Praxis seiner Nachfolger ab, die besten Schwimmer individuell mit eigenen Trainern arbeiten zu lassen.

"Das funktioniert, darf aber niemals ein klar organisiertes und strukturiertes System ersetzen", kritisierte Lambertz in der "Rheinischen Post". Niemals könne so eine gesunde und langfristig erfolgreiche Schwimmergesellschaft entstehen. "Insellösungen sollten nicht die Grundidee eines Cheftrainers sein", sagte Lambertz.

Der 48-Jährige war im Dezember 2018 nach sechs Jahren im Amt des Bundestrainers zurückgetreten. Drei Wochen später hatte der Deutsche Schwimm-Verband Bernd Berkhahn und Hannes Vitense als Verantwortliche für die Nationalmannschaft eingesetzt. Lambertz arbeitet seit 1. Februar als Lehrer an einer Realschule in Wuppertal.

Heftig kritisierte der Ex-Coach die derzeitigen Zustände im Verband. "Im Moment ist es ein wenig so: Jeder darf machen, was er will. Das ist mir persönlich zu wenig, denn das haben wir bereits in der Vergangenheit gelebt, ohne Erfolg", sagte Lambertz. Saison-Höhepunkt der Schwimmer sind die Weltmeisterschaften vom 12. bis 28. Juli im südkoreanischen Gwangju.

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