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DVV-Chef nimmt sich Handball-WM zum Vorbild

03.07.2019 13:23
DVV-Chef René Hecht will den Volleyball prominenter machen
© dpa
DVV-Chef René Hecht will den Volleyball prominenter machen

Der deutsche Volleyball-Verbandspräsident René Hecht will seine Sportart in der Halle und am Beach neu beleben. Sowohl bei der Führungsstruktur als auch bei der Außenwirkung und vor allem finanziell müsse der DVV neue Wege gehen, betonte Hecht bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg.

"Nehmen Sie diese WM - wir sind nicht der Veranstalter. Das ist für den DVV nur eine Imageveranstaltung, denn der internationale Volleyball-Verband FIVB hat die Rechte an den Veranstalter der Major-Tour verkauft, Hannes Jagerhofer", sagte Hecht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Er macht eine großartige Arbeit für den Sport, aber wir als Verband sind natürlich unglücklich drüber, weil wir finanziell nicht profitieren."

Vorbild ist der Handball. "Es ist uns nicht entgangen, dass der DHB mit der WM in Deutschland einen hohen Erlös erzielt hat, der nun in die Basis, in die Infrastruktur investiert wird. Großartig. Da wollen wir hin", erklärte Rekord-Nationalspieler Hecht, der mit der FIVB darüber schon gesprochen hat.

"Denn es ist für Spitzensportverbände ein Killer-Kriterium, wenn sie ihre Großveranstaltungen nicht ausrichten können. Die Handballer haben einen Millionenüberschuss. Wir profitieren gar nicht. Das geht nicht." Der Etat der Beach-WM liegt bei 6,5 bis sieben Millionen Euro. Die Stadt Hamburg trägt 3,5 Millionen Euro bei, der Großteil wird von Sponsoren aufgebracht.

"Solche Events sind einfach das Salz in der Suppe. Sie sind die Leuchttürme unserer Sportart", erklärte Hecht. Vor seiner Amtszeit aber sei die Ausstrahlung nicht genutzt worden. "Man muss sagen, dass beim Volleyball über Jahre nichts passiert ist. Wir haben aus den Olympiasiegen von Brink/Reckermann 2012 und Walkenhorst/Ludwig vier Jahre später nichts machen können, weil wir keinen Plan hatten", sagte der Berliner, der vor einem Jahr mit neuen Mitstreitern das zurückgetretene Präsidium um Thomas Krohne abgelöst hatte.

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