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Dopingkontrollen stören Planungen der DFB-Frauen

27.06.2019 15:58
Auch Alexandra Popp wurde zur Kontrolle gebeten
© PIXATHLON/PIXATHLON/SID/
Auch Alexandra Popp wurde zur Kontrolle gebeten

Auch wenn vor dem Viertelfinale eine Dopingkontrolle störte: Almuth Schult und Co. wollen gegen Schweden ihre weiße Weste wahren.

Die unerwarteten Gäste brachten die deutschen Fußballerinnen fast so sehr ins Schwitzen wie die Hitzewelle. Ein Besuch von FIFA-Dopingärzten im WM-Quartier kurz vor dem morgendlichen Training sorgte zwei Tage vor dem Viertelfinal-Klassiker gegen Schweden für Aufregung in der Vorbereitung.

"Das ist noch nicht so oft vorgekommen, dass der direkte Ablauf gestört wird", sagte Torhüterin Almuth Schult auf der um eine halbe Stunde nach hinten verschobenen Pressekonferenz am Nachmittag. Der Zeitplan geriet durcheinander, da um 9:30 Uhr Kapitänin Alexandra Popp, Sara Däbritz sowie die Youngster Giulia Gwinn und Klara Bühl im Team-Quartier zur Kontrolle gebeten worden waren.

Da es aber nicht so zügig lief wie erhofft, konnte das für 10:15 Uhr vorgesehene Training im Stade Municipal Pont-Pean erst mit 50-minütiger Verspätung beginnen. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wollte schlichtweg nicht ohne die Vier anfangen. Als Gwinn als Letzte aus der Kabine kam und endlich ihre Urin-Probe abgegeben hatte, applaudierte die bei drückender Wärme wartende Mannschaft und legte endlich los.

DFB-Team will "alles aufhalten"

Das unglückliche Timing der Kontrolleure war zwar ärgerlich, änderte aber nichts daran, dass sich die DFB-Auswahl voll auf die Partie am Samstag (18:30 Uhr) in Rennes fokussiert. Vor allem die Defensive um Schult will gegen die schnellen schwedischen Angreiferinnen auch im fünften WM-Spiel ohne Gegentor bleiben.

"Wir haben in der Abwehr eine starke Mentalität, wollen alles aufhalten", erklärte Schult, "und wenn wir das auch gegen Schweden durchhalten, bringt uns das in die nächste Runde." Und sie selbst näher an den WM-Rekord ihrer Vorgängerin Nadine Angerer, die beim Titelgewinn 2007 in China im gesamten Turnier ohne Gegentor geblieben war.

Schweden als Gegner, das weckt bei Marina Hegering "wunderbare Gefühle". Die Innenverteidigerin gab nach jahrelangen Verletzungsproblemen im April beim Länderspiel in Stockholm (2:1) ihr Debüt in der Nationalelf. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, ich habe nur gute Erinnerungen", sagte die 29-Jährige der SGS Essen.

Die langjährige Bundestrainerin Silvia Neid und Schweden-Expertin Anja Mittag sind sich jedenfalls einig: Deutschland geht im Kampf um die Olympia-Tickets für die drei besten Europäer als Favorit in die Begegnung. "Laut der Statistik ist Schweden unser Lieblingsgegner. Das ist nunmal so. Das wissen wir. Das wissen die Schwedinnen", sagte Neid dem "SID".

Deshalb sei sie überzeugt, "dass wir mental im Vorteil sind - auch wenn die Schwedinnen sagen, dass die schwarze Serie ja einmal enden muss. Das haben sie auch schon vor dem Olympia-Finale 2016 gesagt". Mit Gold im Maracana hatte Neid sich nach elf Jahren als Bundestrainerin aus dem Amt verabschiedet.

Ex-Nationalspielerin Mittag, insgesamt sechs Jahre lang Profi in Schweden, glaubt auch: "Es ist ein Gegner, der der deutschen Mannschaft liegt. Aber auch der erste richtige Test, ein Gegner, der sie richtig fordern wird. Deutschland ist aber der klare Favorit, sie haben eine große Chance."

Die Skandinavierinnen, die seit 1995 kein Pflichtspiel mehr gegen Deutschland gewonnen haben, hätten durch die Historie "auf jeden Fall ein Trauma", betonte Mittag im Gespräch mit dem "SID": "Aber sie denken immer, dass ihre Chance jetzt größer ist als früher, und schaffen es dann doch nicht."

 

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WM Frauen WM Frauen
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Spielplan
Tabelle
    Gruppe A
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1FrankreichFrankreichFrankreich33007:169
    2NorwegenNorwegenNorwegen32016:336
    3NigeriaNigeriaNigeria31022:4-23
    4SüdkoreaSüdkoreaSüdkorea30031:8-70
    • Nächste Runde
    • Qualifikation möglich
    Gruppe B
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1DeutschlandDeutschlandDeutschland33006:069
    2SpanienSpanienSpanien31113:214
    3ChinaChinaChina31111:104
    4SüdafrikaSüdafrikaSüdafrika30031:8-70
    • Nächste Runde
    • Qualifikation möglich
    Gruppe C
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1ItalienItalienItalien32017:256
    2AustralienAustralienAustralien32018:536
    3BrasilienBrasilienBrasilien32016:336
    4JamaikaJamaikaJamaika30031:12-110
    • Nächste Runde
    • Qualifikation möglich
    Gruppe D
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1EnglandEnglandEngland33005:149
    2JapanJapanJapan31112:3-14
    3ArgentinienArgentinienArgentinien30213:4-12
    4SchottlandSchottlandSchottland30125:7-21
    • Nächste Runde
    • Qualifikation möglich
    Gruppe E
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1NiederlandeNiederlandeNiederlande33006:249
    2KanadaKanadaKanada32014:226
    3KamerunKamerunKamerun31023:5-23
    4NeuseelandNeuseelandNeuseeland30031:5-40
    • Nächste Runde
    • Qualifikation möglich
    Gruppe F
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1USAUSAUSA330018:0189
    2SchwedenSchwedenSchweden32017:346
    3ChileChileChile31022:5-33
    4ThailandThailandThailand30031:20-190
    • Europa League
    • Qualifikation möglich
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