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Hockey-Frauen gegen Angstgegner gefordert

26.06.2019 13:10
Xavier Reckinger will mit seinem Team den Titel
© PIXATHLON/PIXATHLON/SID/
Xavier Reckinger will mit seinem Team den Titel

Die deutschen Hockey-Frauen kämpfen ab Donnerstag beim Grand Final der erstmals ausgetragenen Pro League im niederländischen Amsterdam um den ersten internationalen Titelgewinn seit sechs Jahren.

Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger bekommt es zunächst im Halbfinale (20:00 Uhr) mit Weltmeister und Erzrivale Niederlande zu tun. Gegen den Nachbarn wartet die Auswahl des deutschen Hockey-Bundes (DHB) seit sechs Jahren und 17 Spielen auf einen Sieg.

Kapitänin Janne Müller-Wieland gibt sich dennoch optimistisch: "Wir wollen zwei coole Spiele bei den Grand Finals und warum dann nicht das Finale. In der Pro League hatten wir zwei so enge Matches mit den Niederländerinnen, wie ich es zuvor selten hatte. Daran möchten wir anknüpfen."

Mit einem starken Endspurt von vier Siegen aus den letzten fünf Spielen rückte der Olympiadritte von 2016 in der Tabelle der Pro League auf Rang vier vor und sicherte sich neben der Teilnahme am Grand Final auch ein Ticket für das Qualifikations-Event für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Die deutsche Männer-Auswahl, Olympiasieger von 2008 und 2012, verpasste dagegen das Grand Final als Sechster der Hauptrunde um zwei Punkte.

Trotz des Ausfalls von Leistungsträgerin Charlotte Stapenhorst (Kreuzbandriss) und dem Jetlag durch die Reisestrapazen zum letzten Hauptrundenspiel in die USA am vergangenen Sonntag sieht Reckinger das Grand Final als "Belohnung. In einem solchen ausverkauften Stadion gegen die zurzeit weltbeste Mannschaft zu spielen, ist eine sehr wertvolle Erfahrung" sagte der Bundestrainer, der die Partien auch als wichtigen Härtetest für die Europameisterschaften in Antwerpen (16. bis 25. August) nutzen möchte. 

Bereits vor dem Spiel des deutschen Teams ermitteln der WM-Vierte Australien und der Weltranglistenvierte Argentinien den ersten Finalteilnehmer. Das Finale steigt am Samstag um ebenfalls in Amsterdam. Die Verlierer der beiden Halbfinals spielen bereits zuvor um Platz drei.

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