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Box-Legende Wegner kritisiert Schwarz für Fury-Fight

23.06.2019 12:18
Ulli Wegner fühlt sich noch fit genug für seinen Beruf
© dpa
Ulli Wegner fühlt sich noch fit genug für seinen Beruf

Mit scharfer Kritik hat Trainer Ulli Wegner auf die eklatante Niederlage des Schwergewichtsboxers Tom Schwarz gegen Tyson Fury vor einer Woche reagiert.

"Eine ganz miserable Vorstellung. Schwarz hat dem Boxsport keinen guten Dienst erwiesen", sagte Wegner der "Bild am Sonntag" und ergänzte: "Gegen so einen Klassemann wie Fury kann man nicht offensiv boxen. Da stimmte nur die Kohle für Manager und Sportler."

Als deutsche Hoffnungsträger auf einen Titelgewinn nannte der 77 Jahre alte Trainer den 40 Jahre alten Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer (Supermittelgewicht) , Ex-Champion Jack Culcay (33/Halbmittel), Agit Kabayel (26/Schwer), Dominic Bösel (29/Halbschwer), Vincent Feigenbutz (23/Supermittel) und Abass Baraou (24/Halbmittel).

In den erfolgreichen Zeiten des deutschen Boxens seien die internationalen Champions nach Deutschland geholt worden, sagte Wegner. "Jetzt haben wir das Geld nicht mehr. Investoren und Sponsoren müssen her. Boxen muss wieder in die ARD und ins ZDF", forderte der Coach. Er beklagte, dass er von der Führung des Sauerland-Stalls "bei vielen Sachen nicht zurate gezogen wurde" und verlangt eine "bessere Kommunikation".

An ein Karriereende denkt der Erfolgscoach noch lange nicht. "Ich habe eine Verantwortung für die Jungs. Ich sehe es als meine Pflicht an, diese jungen Sportler zu Top-Leistungen zu bringen. Ums Geld geht es mir nicht mehr. Wenn ich gesund bleibe, mache ich bis 100 weiter."

 

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