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Genervt vom Warten auf den Achtelfinalgegner

DFB-Frauen mit Teamgeist und Fokus auf eigene Stärken

20.06.2019 16:47
Mit voller Konzentration bei der Sache: Svenja Huth
© PIXATHLON/PIXATHLON/SID/
Mit voller Konzentration bei der Sache: Svenja Huth

Teamgeist, gesunder Konkurrenzkampf und der Fokus auf die eigenen Stärken - all das soll die deutschen Fußball-Frauen erfolgreich durch das Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich tragen.

Da spiele es keine große Rolle, auf wen die Mannschaft am Samstag in Grenoble treffe, betonten Vizekapitänin Svenja Huth und Abwehrspielerin Verena Schweers am Donnerstag auf der DFB-Pressekonferenz am Trainingsgelände vor den Toren Grenobles. "Für uns wird wichtig sein, dass wir uns auf uns konzentrieren - egal, welcher Gegner da kommt", sagte Huth.

Der Teamgeist zeigt sich auf vielen Ebenen - zum Beispiel im Umgang Huths mit Zimmergenossin Dzsenifer Marozsan. Die Spielmacherin hatte im ersten Spiel gegen China einen Zehenbruch erlitten und fällt seitdem verletzt aus. Beim Treppensteigen habe sie ihre Mitspielerin zwar nicht unterstützen müssen, sagte die 28 Jahre alte Offensivspielerin vom 1. FFC Turbine Potsdam schmunzelnd. "Aber wir versuchen alles, um Dzseni zu helfen."

Maroszan bleibt positiv

Die Spielmacherin trainiere individuell, gebe sich kämpferisch. "Man muss von Tag zu Tag gucken, wie sich das weiterentwickelt. Dzseni ist positiv, wir sind positiv, dass es gut werden wird."

Als Vizekapitänin hinter Alexandra Popp sieht sich Huth auch in der Verantwortung für die Spielerinnen, die nicht oder nur wenig zum Einsatz kommen. "Die Ersatzspielerinnen machen das bisher sehr gut. Die hauen sich von Anfang bis Ende richtig rein", sagte sie. "Aber natürlich tut es denen auch mal gut, wenn man sie zur Seite nimmt und ihnen sagt: "Das war eine richtig gute Aktion, mach so weiter!" oder "Deine Chance wird kommen!", damit sie wissen, dass sie ein ganz wichtiger Bestandteil sind."

Konkurrenzkampf auf vielen Positionen

Zudem herrscht in der Mannschaft ein gesunder Konkurrenzkampf, wie Schweers betont. Sie konkurriert auf der linken Abwehrseite mit Carolin Simon. "Jetzt hatte ich zweimal das Glück, von Anfang an zu spielen. Im ersten Spiel war es Caro. Wie das im nächsten Spiel aussehen wird, weiß man nicht", sagte die Spielerin des FC Bayern München.

Natürlich freue sie sich, wenn sie spiele. "Aber genauso werde ich Caro unterstützen, weil ich weiß, was für eine gute Qualität sie hat", sagte Schweers. "Das ist ein guter und fairer Konkurrenzkampf im ganzen Team. Wir pushen uns gegenseitig."

Keine Präferenz beim kommenden Gegner

Dass der Gegner im Achtelfinale erst am Donnerstagabend feststeht, störte die Spielerinnen am Nachmittag nicht. Auch einen bevorzugte Mannschaft hatte Huth nicht, denn den Gegner könne man sich ja nicht aussuchen. "Nigeria ist eine physisch sehr starke Mannschaft. Man hat gesehen, dass sich Frankreich enorm schwer getan hat", sagte sie.

Brasilien sei "eine technisch sehr versierte Mannschaft, die aber auch noch Luft nach oben hat". Die Argentinierinnen seien "unglaublich kämpferisch und in den Zweikämpfen sehr eklig zu bespielen". Dass die Südamerikanerinnen nach 0:3-Rückstand gegen Schottland noch ein Unentschieden erreicht haben, gebe ihnen natürlich zusätzliches Selbstvertrauen.

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