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FIA-Überprüfung beantragt

Ferrari will Vettel-Strafe neu bewerten lassen

17.06.2019 19:02
Der Streit um Sebastian Vettel (l.) geht in die nächste Runde
© Mark Thompson, getty
Der Streit um Sebastian Vettel (l.) geht in die nächste Runde

Ferrari hat wie erwartet bei der FIA eine erneute Überprüfung der Strafe von Sebastian Vettel beim Großen Preis von Kanada angefragt. Die Scuderia hatte auf einen möglichen Protest verzichtet, weil Strafen im Rennen ohnehin nicht protestiert werden können.

Jedoch beruft man sich auf Artikel 14.1.1 des International Sporting Codes der FIA, wonach man ein Recht auf eine nachträgliche Überprüfung hat, insofern man neue Beweise vorlegen kann, die den Rennkommissaren zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht zugänglich waren. Sollte das der Fall sein, müssen sich die Kommissare noch einmal mit dem Fall auseinandersetzen.

Ferrari hätte noch bis zum Sonntag Zeit gehabt, um sich für diesen Schritt zu entscheiden. Am Montag hat man diesen nun getätigt, wie das Team bestätigt. Welche neuen Beweise Ferrari vorlegen möchte, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Die FIA muss nun als erstes entscheiden, ob die neuen Beweise ausreichend und somit zulässig für eine Neuüberprüfung sind. Sollte das der Fall sein, wird man sich Ferraris Argumente anhören, wieso die Strafe gegen Sebastian Vettel in Montreal falsch war.

Vettel wurde in Kanada mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt, nachdem er in Kurve 3 die Strecke verlassen hatte und beim Wiederbefahren Konkurrent Lewis Hamilton behindert haben soll. Die Sanktion gegen den Deutschen brachte ihn um den auf der Strecke eingefahrenen Sieg.

 

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