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Aprilia-Kollision: Kritik und Strafe für Bradley Smith

16.06.2019 19:26
Nach dem Großen Preis von Katalonien in der Kritik: Bradley Smith
© Mirco Lazzari gp, getty
Nach dem Großen Preis von Katalonien in der Kritik: Bradley Smith

Das MotoGP-Rennen in Barcelona entwickelte sich für Aprilia zu einem Desaster. Schon in der ersten Runde kam es in Kurve 10 zu einer Kollision zwischen Testfahrer Bradley Smith, der mit einer Wildcard dabei war, und Aleix Espargaro. Abgespielt hat sich diese Szene am Ende der Gegengeraden in Kurve 10.

Die beste Sicht auf den Unfall der beiden Aprilia-Fahrer hatte Miguel Oliveira. "Ich bin hinter Aleix in der Mitte der Strecke gefahren und habe die Innenseite verteidigt", schildert der Tech-3-Fahrer gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Gleichzeitig habe ich gesehen, wie Bradley komplett neben der normalen Linie angeschossen kam. Er war ganz links und mir war sofort klar, dass er jemanden treffen wird."

Und Smith traf ausgerechnet seinen Teamkollegen Espargaro. Der Spanier wurde anschließend in das Quiron-Krankenhaus nach Barcelona gebracht. Er hat sich eine Verletzung am linken Knie zugezogen. Knochen sollen laut ersten Informationen nicht gebrochen sein, aber er hat eine Entzündung und es hat sich Flüssigkeit gebildet. Erst am Montag wird man den genauen Zustand der Bänder untersuchen.

Smith erhielt für diese Aktion bei seinem nächsten Rennen eine Strafversetzung um drei Positionen. Sein nächster geplanter Wildcard-Start ist Brünn im August. "Es tut mir leid, was passiert ist", entschuldigt sich Smith. "Leider war die Situation in der Bremszone etwas chaotisch, wie es oft in der ersten Runde der Fall ist. Ich hoffe, Aleix erholt sich rasch."

Auch das Rennen von Oliveira wurde dabei zerstört. "Ich habe versucht auszuweichen. Als ich gebremst habe, war ich auf der Außenseite von Aleix", sagt der Portugiese. Durch das Ausweichmanöver fiel Oliveira ans Ende des Feldes zurück und fuhr anschließend ein einsames Rennen auf Platz zwölf zu Ende. Smith und Espargaro waren nach der ersten Runde ausgeschieden.

Andrea Iannone fassungslos von Smiths Aggressivität

Andrea Iannone sah die schwarz-weiß karierte Flagge als Elfter. Der einzige Aprilia-Pilot im Ziel war wütend, als er auf den Crash seiner Teamkollegen angesprochen wurde: "Von Bradley bin ich sehr enttäuscht, denn es darf unmöglich sein, dass der Testfahrer so fährt. Schon in Kurve 4 war er gegen mich gefährlich, aber ich bin nicht gestürzt", ärgert sich Iannone.

Seiner Meinung nach ging Smith viel zu aggressiv zu Werke. "Aprilia muss diese Situation lösen, denn der Testfahrer ist wichtig für uns. Er soll uns helfen, das Motorrad zu verbessern und soll nicht gegen uns kämpfen", betont Iannone und ergänzt: "Im Rennen haben die Werksfahrer Priorität. Ich werde mit Romano [Albesiano] und Massimo Rivola sprechen, denn es ist wichtig, dass es für diese Situation eine Lösung gibt."

Massimo Rivola: "Das darf nicht passieren"

Und was sagt Aprilia-Motorsportchef Rivola? "Das ist zweifellos ein schwieriger Moment für uns. Die Verletzung von Aleix ist momentan das drängendste Problem. Er ist eine wichtige Stütze für unser Team und wir hoffen, dass er sobald wie möglich wieder im Sattel sitzt." Espargaro wird höchstwahrscheinlich beim offiziellen Testtag am Montag fehlen.

"Noch enttäuschender ist die Tatsache, dass Bradley den Unfall ausgelöst hat. Er arbeitet eigentlich für die Entwicklung des Motorrades. Solche Episoden sollten nicht passieren", hält Rivola fest. "Wir unternehmen große Anstrengungen, damit unser Projekt besser wird, aber momentan sind unsere Resultate nicht befriedigend. Morgen haben wir einen wichtigen Entwicklungstest mit Blick auf die Zukunft. Und diese Verletzung ist das Letzte, was wir gebraucht haben."

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