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"Leider kam es nicht dazu"

Hülkenbergs Chance auf Ferrari-Cockpit war "realistisch"

16.06.2019 08:16
Nico Hülkenberg wäre fast bei Ferrari gelandet
© Clive Mason, getty
Nico Hülkenberg wäre fast bei Ferrari gelandet

Bevor 2015 Sebastian Vettel von Red Bull zu Ferrari wechselte, wurde von den Medien ein anderer Deutscher nach Maranello geschrieben: Nico Hülkenberg. Besonders im Sommer 2013 wurde intensiv über Verhandlungen zwischen dem damaligen Sauber-Piloten und Ferrari spekuliert. Jetzt stellt sich heraus, dass die Gerüchte tatsächlich gestimmt haben.

Im Podcast "Beyond the Grid" bestätigt Hülkenberg, dass es damals "ein paar Gespräche" mit Ferrari gegeben hat: "Ich glaube, dass es eine realistische Chance gegeben hat, eine ganze Zeit lang. Aber leider kam es nicht dazu."

Wie knapp er wirklich dran war, "weißt du nie so genau", sagt er. Zu einem persönlichen Termin in Maranello habe es jedenfalls nicht gereicht. Und die Frage, ob es einen fertigen Vertragsentwurf gegeben habe, blockt Hülkenberg ab: "Willst du jetzt alle Details wissen? Das will ich nicht sagen. Warum auch?"

So weiß der inzwischen 31-Jährige bis heute nicht genau, ob er nur einer von vielen Ferrari-Kandidaten war oder ernsthaft als Fahrer gehandelt wurde: "Die Leute, die diese Entscheidungen treffen, sagen dir ja nicht: 'Es war so und so knapp.' Ich weiß es wirklich nicht", sagt er.

Hülkenberg wäre 2014 an der Seite von Fernando Alonso gefahren. An seiner Stelle erhielt letztendlich Kimi Räikkönen den Zuschlag. In den spanischen Medien hieß es 2013, Alonso wünsche sich Hülkenberg als Teamkollegen. Ob das wirklich so war? "Das würde ich auch gern wissen", lacht der Deutsche.

Ferrari spielte bei Sauber-Wechsel keine Rolle

Geredet habe er mit Alonso zwar, aber: "Bei Fernando kannst du dir nie ganz sicher sein, was er sagt und was er eigentlich meint. Er liebt die Spielchen. Ich bin mir nicht sicher, ob er es unterstützt hat oder nicht. Es ist Vergangenheit."

Die Theorie, dass er Ende 2012 von Force India zum Ferrari-Kundenteam Sauber gewechselt ist, um den Ferrari-Ingenieuren zu zeigen, wie gut er ist, dementiert Hülkenberg übrigens: "Das hat keine Rolle gespielt."

"Sie hatten einen Ferrari-Motor, ja, und ein Ferrari-Getriebe, aber das war nicht der Grund, warum ich zu Sauber gegangen bin. Ich bin hingegangen, weil ich dachte, dass der Sauber weiterhin ein gutes Auto sein wird und ich dort bessere Chancen auf bessere Ergebnisse habe."

Was sich zunächst als Irrglaube herausstellte. Hülkenberg fuhr 2013 mit dem Sauber seinem Ex-Team Force India in den ersten Rennen hinterher. Erst in der zweiten Saisonhälfte kam das Paket besser in Schuss. Im Herbst belegte er unter anderem P4 in Südkorea, P5 in Italien und P6 in Japan.

 

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