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Rossi stellt neuen Auspuff nach Test zurück

14.06.2019 20:13
Valentino Rossi will beim Grand Prix in Barcelona angreifen
© David Ramos, getty
Valentino Rossi will beim Grand Prix in Barcelona angreifen

Verglichen mit seinem Desaster-Wochenende beim Grand Prix von Italien in Mugello zeigte Valentino Rossi am Trainingstag zum Grand Prix von Katalonien in Barcelona einen Aufwärtstrend. Der Yamaha-Werkspilot schloss am Freitag beide Freien Trainings in den Top 10 ab und wäre nach aktuellem Stand der Dinge als Siebter der kombinierten Zeitenliste für den direkten Q2-Einzug qualifiziert.

Im ersten Freien Training am Vormittag klassierte sich Rossi zunächst auf P9, am Nachmittag steigerte er sich dann auf P7. Der Rückstand auf seinen Yamaha-Markenkollegen Fabio Quartararo, der zu seiner eigenen Überraschung die Tagesbestzeit fuhr, belief sich auf 0,441 Sekunden.

"Ehrlich gesagt war heute ein positiver Tag für uns. Ich habe ein gutes Gefühl auf dem Bike und bin gut in das Wochenende gestartet. Mein Tempo ist nicht so schlecht und ich war sowohl vormittags als auch nachmittags in der Lage, in die Top 10 zu fahren und dort zu bleiben", fasst Rossi überwiegend zufrieden zusammen.

Neuen Auspuff probiert, aber vorerst zurückgestellt

Technisch gesehen war die Yamaha M1 von Rossi am Freitag mit einer Neuerung bestückt. "Wir haben einen Auspuff probiert, der ein bisschen anders ist. Das lief nicht schlecht, aber ehrlich gesagt spüre ich keinen großen Unterschied. Deshalb werden wir das Rennwochenende mit dem Standard-Auspuff bestreiten und den neuen am Montag nochmals testen", blickt der Italiener auf den offiziellen Testtag voraus, der am Tag nach dem Katalonien-Grand-Prix ebenfalls in Barcelona ansteht.

Ein anderes Problem hat Rossi indes nach wie vor. Bei der Topspeed-Messung reihte er sich zusammen mit den beiden Petronas-Yamaha-Piloten auf den Positionen 18 bis 20 ein. Auf Honda-Pilot Marc Marquez, der die Topspeed-Wertung am Nachmittag mit 342 km/h anführte, fehlten Rossi mehr als 10 km/h. Unter normalen Umständen wäre es aber wohl sogar noch mehr gewesen.

"Am Nachmittag wehte ein heftiger Wind. Deshalb haben die die anderen Bikes ein paar km/h eingebüßt", bemerkt Rossi, weiß aber auch: "Wir waren trotzdem zehn km/h zu langsam und lagen mit drei Yamahas auf den letzten drei Plätzen [der Topspeed-Tabelle, die nicht alle 24 Piloten umfasste]. Für den weiteren Saisonverlauf sieht Rossi diesbezüglich schwarz.

"Das Problem ist, dass wir am Motor aufgrund des Reglements nichts verändern dürfen. Es ist wie es ist", sagt der Yamaha-Star und zuckt mit den Schultern: "Wir können nur versuchen, einen besseren Motor zu bauen, aber aufgrund der Regeln können wir den erst nächstes Jahr einsetzen."

"Gleiches Problem wie in Mugello: Vinales klagt über Grip

Rossis Teamkollege Maverick Vinales war als Zwölfter der Topspeed-Wertung zwar etwas schneller auf der Geraden. In der kombinierten Zeitenliste des Freitags reichte es für den Spanier nach P3 am Vormittag und P14 am Nachmittag aber nur zu P15. Damit müsste Vinales nach aktuellem Stand der Dinge in Q1 antreten.

Was das Tempo auf eine schnelle Runde und damit seine Aussichten für das zweigeteilte Qualifying am Samstag betrifft, ist Vinales aber durchaus zuversichtlich: "Wenn es um eine Runde geht, sind wir dabei. Ich bin mir sicher, dass ich morgen schneller sein werde."

Dass er am Freitag so weit hinten zu finden war, führt Vinales auf etwas anderes zurück: "Wir haben uns darauf konzentriert, Rennbedingungen zu simulieren. Das heißt, ich habe versucht, mit gebrauchten Reifen von der ersten Runde an schnell zu sein, habe 17 Runden am Stück absolviert", erklärt der Spanier, muss aber ein ihm bekanntes Problem einmal mehr ernüchtert feststellen.

"Letzten Endes habe ich das gleiche Problem wie in Mugello. Es fällt mir einfach schwer, das Gas aufzudrehen. Der Grip ist nicht fantastisch. Ich kann jetzt nur hoffen, dass das Gefühl im vierten Freien Training, was ja kurz vor dem Rennen ansteht, besser sein wird", so Vinales.

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