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"Ging total in die Hose": Draisaitl kommentiert Pleite

13.06.2019 12:38
Leon Draisaitl kommentierte die historische Niederlage der DHB-Herren
© Lukas Schulze, getty
Leon Draisaitl kommentierte die historische Niederlage der DHB-Herren

Eishockey-Star Leon Draisaitl brachte kein Glück: Die deutschen Hockeyherren haben in der Pro League eine historische Pleite gegen Weltmeister Belgien kassiert.

Leon Draisaitl fieberte oben auf der Tribüne mit. Doch was er dann sah, konnte dem NHL-Star ganz und gar nicht gefallen. Die deutschen Hockey-Herren um Niklas Wellen, dem Freund von Draisaitls Schwester Kim, erlebten mit dem 0:8 gegen Belgien in der Pro League ein historisches Debakel.

"Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden", sagte Bundestrainer Stefan Kermas nach der höchsten Niederlage einer deutschen Herrenmannschaft seit einem 1:9 in England vom 8. November 1913 (!): "Alles, was wir heute probiert haben, ging total in die Hose und dann steht am Ende ein 0:8 da, das sich nicht gut anfühlt."

Die herbe Klatsche vor nur 689 Zuschauern erwischte Kermas und Co. gänzlich unerwartet. Schließlich hatte die Mannschaft in den vergangenen Wochen eine exzellente Form gezeigt, auch gegen den Weltmeister deutete in den ersten 15 Minuten nichts auf ein Debakel hin. Doch "danach sind wir regelrecht eingebrochen", sagte Kermas, der die Welt nicht mehr verstand: "Von Viertel zu Viertel ging die Fehlerquote nach oben, ging die Zweikampfquote nach unten, ging das Energielevel nach unten."

Durch die Pleite gegen die "Red Lions" ist das DHB-Team in der Pro-League-Tabelle auf Platz fünf abgerutscht, aber nur die besten vier Teams schaffen es zum Grand Final im Juni in Amstelveen/Niederlande und damit auch gleichzeitig zum Olympia-Qualifikationsturnier. Zwar gerät das Ticket für die Spiele 2020 in Tokio nun nicht in akute Gefahr, auch über die Weltrangliste und den Titelgewinn bei der EM in Antwerpen/Belgien im August führt der Weg nach Japan - einfach zur Tagesordnung übergehen, will Kermas aber auch nicht.

"Wir müssen genau hinschauen", was da gegen Belgien passiert sei, sagte der 40-Jährige: "Von daher wird die tiefere Analyse noch ein bisschen dauern. Dann werden wir gucken, dass wir die restlichen Kräfte mobilisieren, um hier am Sonntag eine Reaktion zu zeigen."

In Australien wartet dann erneut in Krefeld der Pro-League-Tabellenführer (14:30 Uhr). Und Kermas will eine Wiedergutmachung für die historische Pleite gegen Belgien. "Nach so einem Spiel stehen wir natürlich total in der Verpflichtung", sagte er.

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