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Aston Martin sieht Licht am Ende des Tunnels

12.06.2019 19:17
Aston Martin bekommt die Zuverlässigkeit langsam in den Griff
© MST
Aston Martin bekommt die Zuverlässigkeit langsam in den Griff

Jetzt ist es fix: R-Motorsport hat bekanntgegeben, dass man den ersten von zwei noch offenen Testtagen während der Saison am 19. Juni in Vallelunga mit Paul di Resta bestreiten wird. Da der DTM-Neueinsteiger nach der kurzfristigen Fertigstellung des Aston Martin Vantage in Rekordzeit einige Testtage versäumt hatte, darf man diese durch das Einverständnis von Audi und BMW während der Saison nachholen.

Eigentlich hatte man geplant, unmittelbar nach dem Misano-Wochenende auf dem Kurs in der Nähe von Rimini zu bleiben, nun musste man aber doch umdisponieren. Aber warum hat das Team bis jetzt gewartet?

Das hat damit zu tun, dass man bis zum dritten Saisonwochenende brauchte, um ein Zuverlässigkeitsproblem beim Motor in den Griff zu kriegen. Denn in Italien trat kein einziger Defekt am Triebwerk auf, während man an den ersten zwei Saison-Wochenenden bis Zolder bereits das Kontingent von sechs Motoren bei vier Autos aufgebraucht hatte.

Teilenot endlich im Griff

"Bei der Zuverlässigkeit waren wir diesmal ein bisschen besser", bestätigt Aston-Martin-Routinier Paul di Resta im Gespräch mit "Motorsport-Total.com". " Erst wenn man diese Dinge in den Griff kriegt und ordentlich Kilometer sammeln kann, dann kann man Fortschritte machen."

Ob das reichen wird, "werden wir sehen, denn es ist schade, dass wir so weit weg sind. Es geht aber nicht darum, wie tief man fällt, sondern wie man sich zurückkämpft", zeigt er sich kämpferisch.

Weitere Motorenstrafen nicht ausgeschlossen

Vor dem Sonntagsrennen in Zolder hatte das Aston-Martin-Team den ersten Motorenjoker gezogen und die Plombe beim Triebwerk von Jake Dennis geöffnet. Den zweiten zog man bei Ferdinand Habsburg vor dem Samstagrennen in Misano. Hätte man also am Samstag zwei Boliden in die Punkteränge gebracht, hätte man diese Zähler in der Markenwertung verloren, da es sich bereits um den zweiten Verstoß handelt.

Dafür hat Aston Martin aber laut Informationen von "Motorsport-Total.com" die Teilenot endlich im Griff: Die problematischen Teile, die beim Motor wegen Defekten immer wieder ausgetauscht werden mussten, wurden überarbeitet und sind nun endlich lieferbar. Dadurch wurde Habsburgs Motor, bei dem in Misano die Plombe geöffnet wurde, bereits mit den neuen Teilen ausgestattet.

Das bedeutet aber auch, dass die betroffenen Teile zumindest bei zwei Motoren noch eingebaut werden müssen, wodurch auch beim kommenden DTM-Rennen Anfang Juli auf dem Norisring Motorenstrafen und damit Punkteverluste in der Markenwertung drohen.

Aston Martin bleibt ein Testtag

Der weitere Testplan des Teams ist noch offen: Ursprünglich sah es vor dem Saisonstart in Hockenheim so aus, als könnte man noch drei Testtage während der Saison nutzen, laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hatte man damals aber neben den drei Testtagen in Estoril auch einen Testtag in Monteblanco in Spanien absolviert, wodurch es nur noch zwei Tage waren.

Wann das Team den zweiten und damit letzten Testtag durchführen wird, der R-Motorsport noch zusteht, werde man "zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben", stellt ein Sprecher des Teams gegenüber 'Motorsport-Total.com' klar. Theoretisch hätte man in Vallelunga auch mit zwei Autos testen können, das hätte dann aber für zwei Tage gezählt.

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