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Die Spielberichte der EM-Qualifikation

Italien und Belgien bleiben makellos, Frankreich souverän

11.06.2019 22:52
Italien setzte sich gegen  Bosnien-Herzegowina durch
© Filippo Alfero, getty
Italien setzte sich gegen Bosnien-Herzegowina durch

Ungarn hat in der EM-Qualifikation Fußball-Vizeweltmeister Kroatien in der Gruppe E von der Spitze verdrängt. Das Team von Trainer Cosimo Ignuscio siegte am vierten Spieltag 1:0 (0:0) gegen Wales und übernahm vorerst mit neun Zählern den ersten Platz. Die Kroaten, die am selben Tag ein Freundschaftsspiel gegen Tunesien bestritten, liegen mit sechs Zählern aus drei Begegnungen auf Platz drei.

Im zweiten Spiel des Tages setzte sich die Slowakei souverän 5:1 (3:1) bei Schlusslicht Aserbaidschan durch und unterstrich dadurch ihre Ambitionen auf ein EM-Ticket. Die Slowaken belegen aktuell punktgleich mit Kroatien Rang zwei.

Bei Ungarn standen erneut Torwart Peter Gulacsi und Willi Orban von RB Leipzig sowie Adam Szalai von der TSG Hoffenheim in der Startelf. Mate Patkai (80.) gelang der entscheidende Treffer in der Schlussphase.

Frankreich schießt sich Frust von der Seele

Weltmeister Frankreich hat sich nach dem Lapsus in der Türkei den Frust von der Seele geschossen und durch ein 4:0 (3:0) bei Fußball-Zwerg Andorra in der EM-Qualifikation dank isländischer Schützenhilfe wieder die Tabellenführung der Gruppe H übernommen.

Die Türken, die am Samstag dem WM-Champion mit 2:0 das Nachsehen gegeben hatten, kassierten im Spitzenspiel auf Island mit 1:2 (1:2) ihre erste Niederlage in der laufenden Qualifikation und haben nach vier Spieltagen ebenso neun Punkte auf dem Konto wie Frankreich und Island.

Für die Franzosen, bei denen der Münchner Kingsley Coman von Beginn an spielte, eröffnete Superstar Kylian Mbappé (11.) mit seinem 13. Länderspieltreffer den Torreigen. Nachdem Torjäger Antoine Griezmann und Mbappé anschließend beste Möglichkeiten ausgelassen hatten, erhöhte Wissam Ben Yedder nach einer halben Stunde auf 2:0, ehe Florian Thauvin (45.+1) für den Pausenstand sorgte. Kurt Zouma (60.) legte in Hälfte zwei nach.

In Reykjavik schoss Ragnar Sigurdsson (21., 32.) die Isländer mit einem Doppelpack in Front. Dorukhan Toköz (40.) brachte anschließend die Türken mit den beiden Düsseldorfer Profis Kaan Ayhan und Kenan Karaman wieder ins Spiel. Die Hausherren brachten die drei Punkte aber mit etwas Glück ins Ziel.

Das dritte Spiel in dieser Gruppe gewann Albanien gegen die Republik Moldau 2:0 (0:0).

Belgien untermauert Favoritenrolle

Der WM-Dritte Belgien hat mit einem weiteren Sieg in der EM-Qualifikation seine Favoritenrolle in der Gruppe I untermauert. Am vierten Spieltag setzten sich die Roten Teufel mit 3:0 (1:0) gegen Schottland durch und bleiben mit der perfekten Ausbeute von zwölf Punkten Tabellenführer.

In Brüssel erzielte Romelu Lukaku (45.+1/57.) und der frühere Bundesligaprofi Kevin de Bruyne (90.+2) die Tore für die Hausherren, bei denen Axel Witsel und sein künftiger Dortmunder Vereinskollege Thorgan Hazard (bislang Borussia Mönchengladbach) in der Startelf standen.

Verfolger Russland gelang ein 1:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen Zypern. Dadurch blieb der Gastgeber und Viertelfinalist der vergangenen WM, der nur zum Auftakt gegen Premieren-Europameister (1960) Belgien 1:3 verloren hatte, mit neun Zählern dem zweiten Platz. Aleksej Ijonow (38.) traf für die Sbornaja.

Dritter ist Kasachstan (6), das beim 4:0 (1:0) gegen das torlose Schlusslicht San Marino keinerlei Probleme hatte.

Arbeitssieg für Italien

Italien hat mit einem mühsamen Arbeitssieg einen großen Schritt in Richtung der Fußball-Europameisterschaft 2020 gemacht. Am vierten Spieltag gelang dem viermaligen Weltmeister beim 2:1 (0:1)-Sieg in der Gruppe J gegen Bosnien-Herzegowina der vierte Sieg.

Lorenzo Insigne (49.) und Marco Verratti (86.) trafen am Dienstag im Allianz-Stadion von Turin. Der frühere Wolfsburger Edin Dzeko hatte die Gäste nach 32 Minuten in Führung gebracht. Die Gastgeber bestimmten in den ersten Minuten das Tempo, ehe Bosnien-Herzegowina nach einer Viertelstunde die Initiative übernahm und für Torgefahr sorgte.

Die Führung für die Gäste war zu dem Zeitpunkt verdient. Einen sehenswerten Angriff vollendete Dzeko zur Führung und brachte Italien das erste Gegentor nach zuvor sechs gegentorlosen Spielen bei.

Nach Wiederanpfiff vergaben die Gäste die Chance auf den zweiten Treffer. Im Gegenzug traf Insigne nach einem Eckball von der Strafraumgrenze mit einem Volleyschuss zum Ausgleich. Es entwickelte sich anschließend eine intensive und ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten - und dem besseren Ende für Italien.

 

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