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FIA will alle Teams an einen Tisch bringen

Formel 1 2021: Weiter keine Einigung in Regelfragen

11.06.2019 10:43
Beim Thema 2021 gibt es in der Formel 1 keine Einigkeit
© Charles Coates, getty
Beim Thema 2021 gibt es in der Formel 1 keine Einigkeit

Das Formel-1-Reglement 2021 lässt weiter auf sich warten. Eigentlich müssen die neuen Regeln bis Ende Juni stehen, doch Red-Bull-Teamchef Christian Horner kündigte bereits an, dass das Reglement wohl erst im Oktober finalisiert werden wird. Am vergangenen Grand-Prix-Wochenende in Kanada führte Liberty Media zahlreiche Diskussionen mit den Teams - offenbar aber ohne großen Erfolg.

Nun sieht es danach aus, dass neben dem technischen auch das sportliche Reglement erst später in diesem Jahr stehen könnte. Mit anderen Worten: Klar ist auch weiterhin gar nichts. Zudem ist die Formel 1 aktuell gespalten. Während einige Teams eine Verschiebung begrüßen, drängen andere auf die Deadline Ende Juni. Zu diesen Teams soll vor allem Renault zählen.

Hintergrund: Die Franzosen befürchten, dass die geplanten Regeländerungen nicht so drastisch ausfallen könnten wie erhofft, wenn man noch länger wartet. Davon würden dann vor allem die Topteams profitieren. Für die FIA drängt also die Zeit. Gibt es bei Ende Juni kein Reglement, können Änderungen für 2021 ab Juli nur noch mit Einstimmigkeit aller Teams beschlossen werden.

Es wird daher befürchtet, die großen Teams könnten die Zeit einfach aussitzen und die großen Regeländerungen so blockieren. Die FIA arbeitet nun daran, alle Formel-1-Team- und -Technikchefs in Paris am Donnerstag an einen Tisch zu bringen. Eigentlich wollte man bereits in Kanada alle Teams dazu bewegen, eine Verschiebung auf Oktober zu unterzeichnen. Angeblich stellt sich Renault aber quer.

Formel 1 will sich "noch etwas mehr Zeit lassen"

Am Freitag steht nun bereits das nächste Treffen vom Motorsport-Weltrat an. Ursprünglich sollten bei diesem Meeting bereits die Regeln für 2021 abgesegnet werden. Das wird allerdings nichts werden, weshalb man nun beim Treffen einen Tag zuvor, bei dem auch Pirelli und Vertreter der Fahrer dabei sein könnten, noch einmal versuchen wird, Bewegung in den Prozess zu bekommen.

Sollten bei diesem Treffen keine Fortschritte gelingen, bestünde für die FIA zwar die Möglichkeit, die Regeln für 2021 am Freitag im Weltrat trotzdem durchzudrücken. Damit würde man allerdings riskieren, einige Teams gegen sich aufzubringen. Da man bislang immer auf den Dialog gesetzt hat, wäre das ein eher überraschender Schritt. Theoretisch ist es aber ein Druckmittel seitens der FIA.

Ferrari spricht sich jedenfalls klar für eine Verschiebung aus. Teamchef Mattia Binotto erklärt, dass prinzipiell "alle auf der gleichen Seite" stünden. Allerdings seien die von Liberty vorgeschlagenen Regeln noch nicht ausgereift genug. Daher sei es die "richtige Entscheidung", sich noch etwas mehr Zeit zu lassen. Es könnte sich dabei aber natürlich auch um das von der Konkurrenz vermutete "Zeitspiel" handeln.

 

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