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Pressestimmen zum Großen Preis von Kanada

Presse: "Vettel ist bestohlen worden"

10.06.2019 10:36
Sebastian Vettel war die Enttäuschung anzusehen
© Mark Thompson, getty
Sebastian Vettel war die Enttäuschung anzusehen

Was für ein dramatisches Formel-1-Rennen in Kanada. Sebastian Vettel fährt in Montreal als Erster über die Ziellinie, doch wegen einer Zeitstrafe fällt er auf Rang 2 zurück. Während Ferrari gegen die Entscheidung Protest eingelegt hat, geht die italienische Presse auf die Barrikaden. 

Die internationalen Pressestimmen

  • ITALIEN:

Gazzetta dello Sport: "Rot vor Wut. Verhexte Saison für Ferrari. Maranello verliert und siegt doch auch. Protagonist im Guten und im Übel ist Vettel, der den GP in Kanada dominiert, den Sieg jedoch wegen eines Fehlers ruiniert. Wie schade, Sebastian! Ein bitteres Ende für Ferrari."

Corriere dello Sport: "Ferrari und Mercedes sind Protagonisten eines der umstrittensten Vorfälle in der Geschichte der F1. Niemand hat in Kanada wirklich geglänzt. Nicht Sebastian Vettel, nicht Hamilton, nicht die anderen Piloten. Lob für Vettel für seine Revolte gegen das System. In seiner Wut wandelt er die Feier in einen Protest um."


Mehr dazu: Ferrari kündigt Protest an


Tuttosport: "Ein einziger kleiner Fehler lastet wie ein Fels auf Ferraris Zukunft. Vettel siegt, doch wegen einer Strafe muss er sich mit Platz zwei begnügen. Dieser harte Schlag ist wieder einmal ein Beweis dafür, dass diese Saison verhext ist. Ferrari sendet immerhin Lebenszeichen, der Kampf um den Titel ist noch offen."

Corriere della Sera: "Vettel ist bestohlen worden. Er siegt, aber der Triumph ist nur eine optische Illusion. Diese Niederlage schmerzt Maranello sehr. Das Team muss nicht nur für das Auto arbeiten, sondern auch sein politisches Gewicht zur Geltung bringen. Leclercs dritter Platz beschert Ferrari zwar Punkte, bessert jedoch nicht die Stimmung des Teams."

"FIA schenkt Hamilton den Sieg"

  • SPANIEN

Marca: "Vettel verschenkt den Sieg. Er hatte das Rennen in der Tasche, er hatte Leclerc bereits zerstört und hielt Hamilton auf Abstand. Alles sah nach einem brillanten Sieg in einer perfekten Woche aus - doch dann kam der Fehler. Die fünf Sekunden Zeitstrafe wurden zum Scharfrichter für Vettel. Danach verliert er die Fassung, nicht gerade ein sportliches, eher ein kindisches Verhalten eines Profis mit einem Jahrzehnt Erfahrung."

As: "Hamilton wird zum Partyschreck aufgrund einer polemischen Zeitstrafe gegen Vettel nach einem Fahrfehler. Ferraris Party ging zu Ende, bevor sie so richtig beginnen konnte. Man konnte Vettel ansehen dass er stinksauer war. Ausgerechnet jetzt, wo er endlich ein Rennen gewinnen konnte, steht er mit leeren Händen da. Abwarten, wie er diesen psychologischen Rückschlag verarbeitet."

Sport: "Die FIA schenkt Hamilton den Sieg, selbst als Zweiter gewinnt Mercedes. Vettel gewinnt das Rennen auf dem Asphalt, verliert aber den Triumph am grünen Tisch nach einer Zeitstrafe. Polemischer Erfolg von Lewis Hamilton in Kanada, dabei hatte Vettel den Engländer über das gesamte Rennen mehr oder weniger im Griff. Fünf Sekunden, eine harte Entscheidung."

"Die Hölle hätte nicht wütender sein können"

  • ENGLAND

Telegraph: "Die Hölle hätte nicht wütender sein können als Sebastian Vettel. In einem der bemerkenswertesten Ausraster der Formel-1-Geschichte klagte der Ferrari-Fahrer die Stewards an, ihm den Sieg gestohlen zu haben. Allerdings hat Vettel mit Hamilton im Rückspiegel schon in der Vergangenheit einige dubiose Entscheidungen getroffen. Hamilton bekam den Sieg vor die Füße gelegt, aber freuen wollte er sich darüber nicht."


Mehr dazu: Nie wieder Weltmeister? Vettels Fehler-Serie bei Ferrari!


Sun: "Ein tobender Vettel wirft den Stewards vor, ihn bestohlen zu haben. Der Deutsche bekommt einen Wutanfall, als Hamilton den geschenkten Sieg feiert. Was Hamilton und Vettel auf der Strecke gezeigt haben, war doch genau das, was die Formel 1 immer wollte: Zwei der besten Fahrer ihrer Generation in einem engen Zweikampf um den Sieg. Schade, dass diese Dramaturgie am grünen Tisch zerstört wurde."

Daily Mail: "Das Unglaubliche ist passiert: Lewis Hamilton fuhr nur als Zweiter ins Ziel, aber er gewann den kanadischen Grand Prix trotzdem - ein Ergebnis, bei dem Sebastian Vettel komplett die Beherrschung verlor. Rauch stieg aus Vettels Helm, als er der Rennleitung vorwarf, seinen Sieg gestohlen zu haben. Unter dem Strich steht allerdings eine simple Wahrheit: Vettel hat wieder mal einen Fehler gemacht. Ohne diesen Fehler hätte es niemals eine Diskussion über den Sieger gegeben."

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