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Waspo-Präsident kritisiert Schwimm-Verband scharf

09.06.2019 09:37
Bernd Seidensticker fehlt es an Unterstützung
© /SID/
Bernd Seidensticker fehlt es an Unterstützung

Präsident Bernd Seidensticker vom Wasserball-Vizemeister Waspo 98 Hannover hat scharfe Kritik am Deutschen Schwimm-Verband (DSV) geübt. Der DSV sei "führungslos und unfähig, da muss man einen Neuanfang machen, da müssen einfach neue Leute ran", sagte Seidensticker im Deutschlandfunk. Hintergrund der Kritik ist die seiner Meinung nach fehlende Unterstützung seitens des Verbandes für die Ausrichtung des diesjährigen Final-8-Turnier der Champions League durch Waspo.

"Wir haben hier in Deutschland Verbände, die sich um alles kümmern, nur nicht um uns. Die kümmern sich darum, ob die Hotelzimmer gut sind, dass sie selber gut versorgt sind", wetterte Seidensticker: "Aber der Deutsche Schwimm-Verband hat für uns nicht einen Handschlag gemacht."

So mussten für das Turnier, bei dem Waspo den letzten Platz belegt hatte, unter anderem 2000 Zuschauerplätze zusätzlich in das Stadionbad Hannover installiert werden. Die Kosten in Höhe von 150.000 Euro konnte der Klub mit Sponsoren auffangen. "Das ist der Vorteil: Wenn wir so stiefmütterlich behandelt werden, gibt es genug Leute, die sagen: Das kann so nicht sein! Wir unterstützen Euch", sagte Seidensticker.

Der DSV wird seit dem Rücktritt der Verbandschefin Gabi Dörries im Dezember 2018 von den beiden Vizepräsidenten Uwe Brinkmann und Wolfgang Hein vertreten und zusammen mit den Präsidiumsmitgliedern Thomas Kurschilgen (Direktor Leistungssport) und Kai Morgenroth (Vorsitzender der Deutschen Schwimmjugend) geführt. Außerdem wurde eine Findungskommission mit der langjährigen DSV-Präsidentin Christa Thiel an der Spitze ins Leben gerufen, die geeignete Kandidaten für die Besetzung des DSV-Vorstandes suchen soll.

 

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