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Derby-Qualifikation: Nur Ire Breen vor Sandra Auffarth

31.05.2019 17:36
Hat eine Chance auf das Blaue Band: Sandra Auffarth
© AFP/SID/JOHN MACDOUGALL
Hat eine Chance auf das "Blaue Band": Sandra Auffarth

Ihr Traum von ersten Derby-Sieg lebt: Deutschlands Top-Amazone Sandra Auffarth hat allerbeste Chancen, am Sonntag (13.45 Uhr/N3) erstmals das deutsche Spring-Derby in Hamburg-Klein Flottbek zu gewinnen. Die 32-Jährige aus Ganderkesee untermauerte ihre Ansprüche mit einem zweiten Platz in der zweiten Qualifikation und war dabei insbesondere von ihrem Pferd restlos begeistert.

"Das hat richtig Spaß gemacht. La Vista war voll konzentriert, es hat sich sehr gut angefühlt, sie zu reiten. Am Sonntag wird es sicherlich noch eine Nummer schwerer", sagte die Vorjahres-Dritte, die von den Zuschauern für ihren couragierten Ritt lautstark bejubelt wurde.

Nur der Ire Shane Breen war mit Can Ya Makan eine Winzigkeit schneller als die ehemalige Weltmeisterin der Vielseitigkeitsreiter. Ebenfalls fehlerfrei blieb Titelverteidiger Matthew Sampson aus Großbritannien mit Old Joker.

Ein Triumph von Auffarth bei der 90. Auflage des Springens um das traditionsreiche "Blaue Band" wäre der erste für eine deutsche Reiterin seit dem Sieg von Käthe Schmidt-Metzger vor 70 Jahren. Insgesamt gab es in Flottbek seit 1920 erst vier erste Plätze für Amazonen, zuletzt gewann in der Hansestadt Caroline Bradley aus Großbritannien im Jahre 1975.

Aber auch der Sieger der ersten Derby-Qualifikation am Mittwoch, Benjamin Wulschner, ist ein aussichtsreicher Kandidat für den Sieg in der mit 1230 Metern längsten Springprüfung der Welt. Am Freitag kam der Mecklenburger mit Bangkok Girl auf den neunten Platz.

"Ehrlich gesagt, diese Stute ist ein bisschen verrückt. Aber der riesengroße Derbyplatz kommt ihrem Naturell sehr entgegen", sagte Wulschner, der am Mittwoch fehlerfrei geblieben war und 48 Stunden später mit nur einem Abwurf und dem schnellsten Ritt des Tages die Ziellinie kreuzte.

Mit einem Derby-Erfolg würde Wulschner eine Familientradition fortsetzen. Sein Vater Holger hatte 2000 an gleicher Stelle triumphiert, es war der erste Sieg eines Reiters aus den neuen Bundesländern in der Elbmetropole.

Bei dem traditionsreichen Meeting, das im kommenden Jahr 100 Jahre alt wird, steht am Samstag (15.15 Uhr/N3) das mit 300.000 Euro dotierte Springen der Global Champions Tour im Mittelpunkt des Interesses. Die Dressurreiter kämpfen um die Siege im Grand Prix Special sowie im Grand Prix Kür.

 

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