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Europa-League-Finale in Baku

Leere Plätze: Veranstalter gibt Frankfurt-Fans Schuld

31.05.2019 10:46
Beim EL-Finale in Baku blieben viele Plätze leer
© Getty Images
Beim EL-Finale in Baku blieben viele Plätze leer

Trotz einer etwas bizarr anmutenden Kulisse, der befremdlichen Stimmung und scharfer Kritik aus dem Ausland zog der aserbaidschanische Fußballverband nach dem Europa-League-Finale in Baku ein positives Fazit. Auch für die zahlreichen leeren Plätzen hatte der Verbandsboss eine Erklärung.

51.370 Zuschauer sahen das Europa-League-Finale zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal am Mittwoch live vor Ort im Olympiastadion von Baku. Offiziell wurde das Fassungsvermögen der Arena für das Endspiel auf 62.000 Zuschauer heruntergestuft. Damit blieben immer noch deutlich mehr als 10.000 Plätze frei.

Elkhan Mammadov, Chef des aserbaidschanischen Fußballverbandes, erklärte gegenüber der "Daily Mail" nun, dass die Veranstalter dennoch ein positives Fazit gezogen haben: "Mit der Zahl der Touristen, nicht nur aus England, sondern auch den Arsenal- und Chelsea-Fans aus dem Rest der Welt, sind wir sehr zufrieden." Man sei nicht sonderlich enttäuscht, dass die Partie nicht ausverkauft gewesen ist, ergänzte Mammadov.

Ein Grund für die zahlreichen leeren Plätzen sind in den Augen des Funktionärs die Fans von Eintracht Frankfurt. "Ein Großteil der leeren Plätzen geht auf das Konto von Frankfurt-Fans, die sich ihre Karten früh gekauft haben, aber nicht zum Finale erschienen sind. Ich glaube, sie haben sich einfach dazu entschieden, ihr Ticket zu behalten und es nicht an die UEFA zurückzugeben", sagte Mammadov.

Dass die UEFA in diesem Jahr keine Tauschbörse eingerichtet und eine Rückgabe somit ausgeschlossen hatte, war dem aserbaidschanischen Verbandschef offenbar entgangen. Auch die Tatsache, dass viele Hundert Frankfurt-Fans ihre erworbenen Finalkarten Kindern in Baku spendeten, ließ Mammadov unerwähnt.


Mehr dazu: Final-Farce! Lautsprecher-Jubel und Fan-Schikane in Baku


Rund 30.000 ausländische und 22.000 heimische Fans haben das Endspiel nach der Rechnung Mammadovs besucht. "In der Stadt gab es eine richtige Party. Es wurde gefeiert wie in London. [...] Auch was das Entertainment angeht, hatten wir rund um das Stadion ein schönes Programm", redete Mammadov das Finale, das von vielen Seiten heftig kritisiert wurde, schön.

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