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Mit "All in" zum Sieg: Fredricson braust im Cabrio davon

30.05.2019 17:44
Peder Fredricson schaffte auf seinem Pferd All In in Hamburg den schnellsten fehlerfreien Ritt
© dpa
Peder Fredricson schaffte auf seinem Pferd All In in Hamburg den schnellsten fehlerfreien Ritt

Mit "All in" und vollem Risiko zum Sieg: Im Sattel seines gleichnamigen Pferdes hat sich Peder Fredricson beim Derby-Meeting in Hamburg-Klein Flottbek ein Sportcabrio im Wert von 59.000 Euro gesichert. Mit einem Husarenritt im Stechen gewann der Schwede das Championat von Hamburg und brauste nach der Siegerehrung freudestrahlend mit der Nobelkarosse davon.

Nur 22 Hundertstelsekunden langsamer als der Skandinavier musste Luciana Diniz aus Portugal nach ihrem Auftritt mit Vertigo du Desert zu Fuß den Derbyplatz verlassen. Mit einer ebenfalls fehlerfreien Runde, aber deutlich auf Sicherheit geritten, belegte Andre Thieme aus Plau am See mit der erst neun Jahre alten Stute Crazy Girl als bester deutscher Reiter den dritten Platz.

Kein Geschenk zum Vatertag konnte Laura Klaphake ihrem Vater und Trainer Jupp Klaphake machen. Die 25-Jährige Spitzen-Amazone aus Steinfeld kam auf Bantou Balou mit fünf Strafpunkten aus dem Normalparcours. "Ich bin trotzdem sehr zufrieden, denn mein Pferd ist noch ziemlich unerfahren", sagte Klaphake.

Deusser bejubelt ersten Sieg des Tages

Bereits am Mittag hatte Nationenpreisreiter Daniel Deusser aus Wiesbaden das erste lukrative Springen der Global Champions League gewonnen. Der ehemalige Weltcupsieger, der in Belgien lebt, kassierte für den schnellsten fehlerfreien Ritt mit Killer Queen in 70,66 Sekunden eine Siegprämie von 15.000 Euro.

Dem 37-Jährigen am nächsten kamen die US-Amazonen Margie Goldstein-Engle mit Dicas (0/73,43) sowie Lauren Hough mit Waterford (0/74,93).

"Der große Platz hat meinem noch jungen Pferd viel Raum gelassen. Das hat definitiv sehr geholfen", sagte der Weltranglistensechste Deusser über die erst neun Jahre alte Killer Queen. Ambitionen, sich einmal an der großen Derbyrunde zu versuchen, hat Deusser derzeit nicht: "Vielleicht irgendwann einmal, wenn ich das dafür passende Pferd haben sollte."

Wer schnappt sich das "Blaue Band"?

Mit seinem Top-Pferd Duke of Britain qualifizierte sich Shooting-Star Frederic Wandres am Nachmittag souverän für das deutsche Dressur-Derby am Sonntag. Der Berufsreiter aus Hagen gewann den Grand Prix de Dressage mit 73,761 Prozentpunkten deutlich vor der Britin Susan Pape mit Don Noblesse (71,739) sowie Anabel Balkenhol aus Rosendahl mit Davinia la Douce (70,152).

Die mit 15.000 Euro dotierte Entscheidung um das "Blaue Band" wird traditionell zwischen den drei Finalisten mit Pferdewechsel ausgetragen. "Da werden die Karten dann neu gemischt. Am Ende wird der gewinnen, der sich am besten auf die fremden Pferde einfühlen kann", sagte Wandres.

Balkenhol pflichtete ihrem Konkurrenten bei: "Wir sind Profis genug, mit dieser Herausforderung klarzukommen. Meine Davinia ist eine tolle Stute, ich bin sicher, alle werden sie ganz sensibel reiten."

Das mittlerweile 99 Jahre alte Derby-Meeting wird am Freitag fortgesetzt, sportlicher Höhepunkt ist die zweite und letzte Derby-Qualifikation. Daran wird sich eine mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Springprüfung der Klasse S anschließen.

 

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