Anzeige

Trainer Oral mahnt: "Das schärft die Sinne"

FC Ingolstadt hat Klassenerhalt dicht vor Augen

25.05.2019 11:13
Der FC Ingolstadt gewann das Hinspiel in in Wiesbaden mit 2:1
© Getty Images
Der FC Ingolstadt gewann das Hinspiel in in Wiesbaden mit 2:1

Der FC Ingolstadt hat den Klassenerhalt über die Relegation dicht vor Augen. Überheblichkeit dürfen sich die Schanzer im Rückspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden aber nicht leisten.

Der dichte graue Bart von Thomas Linke zeugt von einiger Lebenserfahrung, im Fußball hat der 49 Jahre alte Sportchef des FC Ingolstadt ohnehin fast alles erlebt. Das 2:1 (1:0) der Schanzer im Relegations-Hinspiel beim Drittliga-Dritten SV Wehen Wiesbaden sei deshalb nur "gut, nicht mehr und nicht weniger", mahnte Linke, der weit über 300 Bundesliga-Spiele absolviert hat. Entschieden sei noch nichts.

Das Gegentor in letzter Sekunde durch Daniel-Kofi Kyereh (90.+6) verhinderte am Freitagabend, dass sich der Tabellen-16. der regulären Zweitliga-Saison vollends zufrieden auf das Rückspiel am kommenden Dienstag (18:15 Uhr) vorbereiten kann.

"Das schärft die Sinne", sagte Trainer Tomas Oral, der sieben Spiele vor Saisonende den erfolglosen Jens Keller abgelöst und Ingolstadt mit einer Siegesserie (16 Punkte) noch auf den Relegationsplatz geführt hatte: "Wir haben das oft genug gesehen. Wenn man sich zu sicher fühlt, kann es passieren, dass es in die andere Richtung geht."

"Lilien-Wunder" macht Wiesbaden Hoffnung

Als Paradebeispiel und deshalb Vorbild für die tapfer kämpfenden Wiesbadener gilt der SV Darmstadt 98, der vor fünf Jahren in der Relegation im eigenen Stadion sogar 1:3 gegen Zweitligist Arminia Bielefeld verlor, im Rückspiel aber das "Lilien-Wunder" (4:2) vollbrachte. Seit 2009 hat sich in den Entscheidungsspielen insgesamt sieben Mal der Drittligist durchgesetzt.

"Wir werden in Ingolstadt alles in unserer Macht Stehende versuchen", sagte Wehen-Trainer Rüdiger Rehm, der im Gegensatz zu Oral nicht über das Schiedsrichter-Gespann und den Gegner meckerte: "Vielleicht haben wir dann die paar Momente, die man braucht in Fußballspielen, damit es in die andere Richtung kippt."

Dario Lezcano (1. und 47./Foulelfmeter) hatte mit zwei Toren direkt zu Beginn der beiden Halbzeiten für zunächst klare Verhältnisse gesorgt. "Das ist ärgerlich", sagte Mittelfeldspieler Patrick Schönfeld: "Aber es ist noch nichts verloren. Am Dienstag wird es ein Alles-oder-nichts-Spiel."

 

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige