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Semenya startet bei Meeting in Paris über 2000m

24.05.2019 20:58
Semenya startet in Paris über eine ungewohnte Distanz
© AFP/SID/SAEED KHAN
Semenya startet in Paris über eine ungewohnte Distanz

Nach ihrer Niederlage vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wird die zweimalige Olympiasiegerin Caster Semenya am 11. Juni bei einem Meeting in Paris über die ungewohnte Distanz von 2000 m an den Start gehen.

Dies teilte der Veranstalter des Events am Freitag mit. Für Semenya wird es höchstwahrscheinlich der erste Auftritt seit dem Inkrafttreten der neuen Regel des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, die den Testosteronspiegel der Athletinnen betrifft. Für eine Teilnahme am 800-m-Rennen hätte die Südafrikanerin ihren Testosteronspiegel mit Medikamenten regulieren müssen, dazu ist Semenya aber nicht bereit. Sie hatte bis zuletzt gegen die Einführung der Regel gekämpft.

Dennoch ist die Vorgabe seit dem 8. Mai wirksam. Sie besagt, dass Athletinnen über bestimmte Strecken (400 m bis eine Meile) einen Grenzwert von fünf Nanomol pro Liter für körpereigenes Testosteron einhalten müssen. Dies zwingt Läuferinnen mit "Differences of Sexual Development" (DSD) wie Hyperandrogenämie zur teils deutlichen künstlichen Senkung - neben Semenya sind auch einige weitere Athletinnen von der Regel betroffen.

Jüngst hatte Semenya angekündigt, beim Diamond-League-Meeting Ende Juni in Stanford/USA über 3000 m an den Start zu gehen. Trotz ihres Boykotts der neuen Regel hofft die 28-Jährige, ihren Titel über 800 m bei der WM in Doha/Katar (28. September bis 6. Oktober) erfolgreich zu verteidigen.

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