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Pep erteilt Freigabe - reichen 80 Millionen?

Ablöse-Poker um Sané: Wie viel muss der FC Bayern zahlen?

24.05.2019 11:40
Der FC Bayern München beschäftigt sich mit Leroy Sané
Der FC Bayern München beschäftigt sich mit Leroy Sané

"Robbery" verabschieden sich aus München, doch mit Leroy Sané steht offenbar ein prominenter Nachfolger bereit. Der Nationalspieler könnte der Königstransfer des FC Bayern werden.

Das Wappen von Manchester City auf dem übergroßen Tattoo-Selbstbildnis auf seinem Rücken ließ sich Leroy Sané bereits im Sommerurlaub vor zwei Jahren übermalen. Gut möglich, dass der deutsche Fußball-Nationalspieler in seinen Ferien diesmal ein bisschen rote Farbe ergänzen lässt. "Wir beschäftigen uns mit der Personalie", sagte Präsident Uli Hoeneß von Bayern München der Süddeutschen Zeitung über Sané, der vor dem DFB-Pokalfinale des Rekordmeisters am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) gegen RB Leipzig plötzlich Gesprächsthema Nummer eins ist.

Als prominenter Erbe der Klub-Legenden Franck Ribéry und Arjen Robben, die in Berlin ihr letztes Pflichtspiel für die Münchner bestreiten, könnte Sané zur Königspersonalie des bayerischen Umbruchs werden. Dieser, hatte Hoeneß am Rande der Meisterfeier gesagt, werde weiter "vorangetrieben. Wir werden nicht aufhören, die Mannschaft zu verändern." Sportdirektor Hasan Salihamidzic werde nach dem Pokalfinale "wieder aktiv werden" und "Fakten schaffen". Auch bei Sané?

Laut "kicker" haben die Bayern bereits Kontakt zur Familie des 23-Jährigen aufgenommen, die den Sohn berät. "Wir hoffen, dass Leroy bleibt", hatte City-Teammanager Pep Guardiola nach dem FA-Cup-Sieg am vergangenen Wochenende gesagt, "aber wenn er nicht will, will er nicht". Will Sané weg? Zumindest weigert er sich laut Guardiola "seit eineinhalb Jahren", seinen 2021 auslaufenden Vertrag zu verlängern.

Pep hat Sané-Verkauf offenbar bereits abgesegnet

Angesprochen auf das mögliche Münchner Interesse meinte der frühere Bayern-Coach, der noch immer guten Kontakt zu Hoeneß pflegt, es sei "nicht an der Zeit, über Hypothetisches zu sprechen". Doch es wird längst konkret. Laut "Times" hat Guardiola einem Verkauf zugestimmt.

Sané musste in der abgelaufenen Saison auch nach starken Auftritten erkennen, dass Guardiola trotz öffentlichen Lobes ("Leroy ist ein besonderer Spieler") in den wichtigen Spielen auf andere setzt. In Raheem Sterling, Bernardo Silva und Riyad Mahrez hat er starke Konkurrenz, zudem zweifelt der stets fordernde Guardiola an Sanés taktischer Disziplin. "Ich verlange sehr viel von ihm und manchmal kritisiere ich ihn auch", sagte er, "nicht nur bei Aktionen mit dem Ball - auch ohne."

In England heißt es, City stehe wegen des Financial Fair Play unter Verkaufsdruck. Zumal Guardiola unbedingt das portugiesische Jahrhunderttalent Joao Felix (Ausstiegsklausel: 120 Millionen Euro) verpflichten wolle. Da kämen die Sané-Millionen gerade recht. Dessen Marktwert wird auf 100 Millionen Euro taxiert.

Der Ablöse-Poker um Sané hat bereits begonnen

Hoeneß ("Wir sind hier nicht bei Monopoly") hatte in der vergangenen Woche betont, dass die Bayern mit den 80 Millionen Euro, die sie für Weltmeister Lucas Hernández an Atlético Madrid bezahlen, "eine Grenze erreicht" hätten. Mittelfeldmann Rodrigo, der ebenfalls von Atlético kommen könnte, fiele mit festgeschriebenen 70 Millionen darunter. Und Sané? Es sei zu klären, "wie viel Geld zur Verfügung steht", sagte Salihamidzic über weitere potenzielle Zugänge.

Passend dazu vermeldete am Freitag der englische "Guardian", dass die Münchner eine 80-Millionen-Euro-Offerte für Sané planen. Doch ob ManCity den Flügelflitzer für eine vergleichbar geringe Summe ziehen lässt, gilt als fraglich. 

Laut "Daily Mail" verlangen die Engländer mindestens 100 Millionen Euro für Sané, dessen Vertrag noch bis 2021 datiert ist. Sollte ManCity an dieser Summe festhalten, dürfte sich der Poker für die Münchner schwer gestalten, zumal der Name Timo Werner weiter gehandelt wird. 

Schließlich soll am Ende der Transferoffensive nach einer holprigen Saison wieder die gewohnt erdrückende Münchner Dominanz stehen. "Ich bin ziemlich sicher, dass wir, wenn wir die neue Mannschaft entwickelt haben, wieder früher Meister werden", sagte Hoeneß.

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern34246488:325678
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund34237481:443776
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig34199663:293466
4Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen341841269:521758
5Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach341671155:421355
6VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg341671162:501255
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt341591060:481254
8Werder BremenWerder BremenSV Werder341411958:49953
91899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim341312970:521851
10Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf341351649:65-1644
11Hertha BSCHertha BSCHertha BSC3411101349:57-843
121. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05341271546:57-1143
13SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg348121446:61-1536
14FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0434891737:55-1833
15FC AugsburgFC AugsburgAugsburg34881851:71-2032
16VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart34772032:70-3828
17Hannover 96Hannover 96Hannover 9634562331:71-4021
181. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg343102126:68-4219
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