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Blumen und Tränen: Abschiedsgala für "Robbery" und Co.

17.05.2019 12:13
Arjen Robben (l.) und Franck Ribéry stehen vor ihrem letzten Bundesliga-Spiel für die Bayern
© getty, Sebastian Widmann
Arjen Robben (l.) und Franck Ribéry stehen vor ihrem letzten Bundesliga-Spiel für die Bayern

Der letzte Bundesliga-Spieltag ist immer auch ein Tag der Abschiede. Im Mittelpunkt des emotionalen Servus steht das Münchner Duo "Robbery".

Arjen Robben hat seinen letzten Auftritt in der Allianz Arena in seinem Kopf "schon dreimal durchgespielt". Und die fast schon kitschige Abschiedsstory sieht in den Vorstellungen des 35-Jährigen so aus: Vorlage Robben, Tor Franck Ribéry - oder gerne auch umgekehrt, wie 2013 beim Triumph von Wembley, Hauptsache: Am Ende steht noch ein Titel.

"Das wäre ein Traum und ein Hammer. Nach zehn Jahren zusammen noch einmal Meister werden. Es gibt nichts Schöneres", sagte Robben vor dem letzten Auftritt des kongenialen Duos "Robbery" vor eigenem Publikum mit glänzenden Augen. Dass die beiden Altstars von Bayern München am Samstag (15:30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt in ihrem langjährigen Zuhause noch einmal die Schale holen können, sei "wie ein Geschenk".

Zuvor werden sie und ihr Kollege Rafinha, der den Rekordmeister zum Saisonende ebenfalls verlässt, mit Blumen geehrt. Robben und Ribéry prägten eine Ära in München. "Was wir miteinander erlebt haben, ist ganz was Besonderes. Vom ersten Tag an hatten wir diesen Klick. Das hat von Anfang an unheimlich viel Spaß gemacht", sagte Robben zu seiner besonderen Beziehung mit Ribéry, auch wenn es manches Mal krachte zwischen den beiden.

"Das sind große Charaktere mit Ecken und Kanten", sagte Trainer Niko Kovac, "was diese beiden Jungs geleistet haben, ist einzigartig. Sie werden dem Verein fehlen." Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat dem Duo einen Abschied "durch das große Tor" in Aussicht gestellt, 2020 sollen sie ein Abschiedsspiel in der Arena bekommen. Auch dann wird es sicher wieder emotional.

Pulisic auf dem Sprung nach London

Das wird es auch bei Julian Nagelsmann, wenn der Coach beim FSV Mainz 05 ein letztes Mal für die TSG Hoffenheim an der Seitenlinie steht. "Ich werde am Sonntag traurig sein, wenn ich vom Hof fahre", sagte der Trainer, der seinen Wagen nach 1192 Tagen im Amt nach Leipzig zu RB lenkt. Viele Klubmitarbeiter habe er schon im Arm gehabt, "die haben ein paar Tränen vergossen". Mit Nagelsmann gehen Kerem Demirbay (Bayer Leverkusen) und wahrscheinlich Nico Schulz (Borussia Dortmund).

Während die drei Hoffenheimer der Liga erhalten bleiben, ist es für einige andere Protagonisten (wohl) ein Abschied für immer. Christian Pulisic verlässt den BVB in Richtung Chelsea, die Mainzer René Adler und Niko Bungert sowie Schalkes Sascha Riether beenden ihre Karrieren.

Dárdai wünscht sich eine Uhr

Hertha BSC verliert in Trainer Pál Dárdai und Fabian Lustenberger, der zu Young Boys Bern wechselt, zwei Urgesteine. Von Wehmut ist bei Dárdai, der erstmal Pause machen wird, nichts zu spüren. "Es ist komisch, aber ich fühle nichts", sagte er, "alles ist wie immer". Dennoch hat er eine genaue Vorstellung von seinem Adieu: "Ich möchte vom Manager eine schöne Uhr haben."

Seine Kollegen Dieter Hecking und Bruno Labbadia wollen dagegen die Klubs beschenken, die sie verlassen: Sowohl für Heckings Gladbacher, als auch für Labbadias Wolfsburger geht es noch um die Qualifikation für den Europapokal. Zumindest bei Hecking könnte es ein baldiges Wiedersehen geben: Er gilt als Kandidat beim Hamburger SV.

 

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