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Doping-Geständnis: Hondo könnte als Trainer gesperrt werden

13.05.2019 15:27
Danilo Hondo hat gestanden, Blutdoping betrieben zu habe
Danilo Hondo hat gestanden, Blutdoping betrieben zu habe

Der ehemalige Rad-Profi Danilo Hondo wird nach seinem Doping-Geständnis möglicherweise in den kommenden Jahren nicht mehr als Trainer arbeiten dürfen.

"Die sportrechtliche Konsequenz wäre eine Regelsperre von zwei Jahren nach dem zum Tatzeitpunkt 2011 einschlägigen Anti-Doping-Regelwerk", erklärte Lars Mortsiefer, Vorstand der Nationalen Anti-Doping-Agentur, auf Anfrage der "DPA". Sicher sei, dass Dopingverstöße aus dem Jahr 2011/2012 noch sportrechtlich verfolgbar seien. "Die Sperre gilt nicht nur für die Athletenstellung, sondern auch für die Tätigkeit als Trainer und/oder Athletenbetreuer", sagte Mortsiefer.

Hondo ist unmittelbar nach seinem Eingeständnis, 2011 beim Erfurter Sportmediziner Mark S. Blutdoping praktiziert zu haben, vom Verband Swiss Cycling als Schweizer Nationaltrainer für die Straßenmannschaft freigestellt worden. Der in der Schweiz lebende Hondo hatte 2016 das Traineramt übernommen. Seine aktive Karriere hatte er 2014 beendet.

Strafmildernd könnte sich das Geständnis des 45-jährigen gebürtigen Cottbusers, der in einem "ARD"-Interview Blutdoping zugegeben hatte, auswirken. "Grundsätzlich ja. Alles Weitere muss aber erst das nun einzuleitende Disziplinarverfahren zeigen", erklärte Mortsiefer.

 

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