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O'Sullivan und Co. verneigen sich vor Snooker-König Trump

07.05.2019 07:15
Judd Trump ist erstmals Snooker-Weltmeister
© getty, Michael Dodge
Judd Trump ist erstmals Snooker-Weltmeister

Judd Trump krönt sich im Crucible Theater in Sheffield erstmals zum Snooker-Weltmeister. Sein Finalgegner John Higgins sowie Superstar Ronnie O'Sullivan verneigen sich anschließend vor dem neuen Titelträger.

Komplett erleichtert und mit einem riesigen Grinsen genoss Judd Trump den Konfettiregen am riesigen grünen Snookertisch.

Der erste WM-Titel war für "The Ace" die größtmögliche Bestätigung, mit seiner Familie feierte er sichtlich bewegt den wichtigsten Erfolg seiner bisherigen Laufbahn. "Für den Rest meiner Karriere kann ich mich jetzt entspannt zurücklehnen", scherzte der 29 Jahre alte Engländer in Sheffield.

Sein 18:9-Sieg im Finale gegen den schottischen Routinier John Higgins war eine Machtdemonstration und eine Weltklasse-Performance über sechseinhalb Stunden.

Auf Trump, der vor acht Jahren bereits im WM-Finale stand und damals gegen Higgins verlor, lastete bis zu diesem Montag der Makel, trotz seines riesigen Talents noch nicht Weltmeister geworden zu sein.

"Mein Vater ist der größte Snooker-Fan der Welt. Wir haben das immer im TV geguckt, das hat mich inspiriert. Ich hatte harte Zeiten und schlimme Niederlagen, aber die Inspiration war immer da", erklärte Trump im Siegerinterview.

Gegner Higgins war sich sicher, den Anfang von etwas ganz Großem erlebt zu haben. "Das war brillant und faszinierend. Das war der erste WM-Titel von vielen für ihn", prognostizierte Higgins.

John Higgins würdigt Leistung von Judd Trump

Er habe Glück gehabt, dass er für sein Ticket nicht habe bezahlen müssen, betonte der schmunzelnde "Wizard of Wishaw", wie Higgins genannt wird. Der Schotte ist zwar schon viermal Weltmeister, musste aber gegen Trump die dritte WM-Finalniederlage in Serie hinnehmen.

Trump hatte mit faszinierendem Lochspiel und geschickter Taktik von Anfang an das Match geprägt. Zufrieden bilanzierte er: "Es fühlt sich ein bisschen zu gut an, um wahr zu sein. Aber ich bin sehr, sehr zufrieden, mit dem was ich gemacht habe. Teilweise schien alles zu fallen."

Auch Ronnie O'Sullivan, Topfavorit und Ranglistenerster, verneigte sich vor Trump. "Er kann das Spiel auf ein anderes Niveau bringen. Was er heute gezeigt hat, ist besser als alles, was ich gezeigt habe", sagte O'Sullivan, der selbst fünf WM-Titel gewonnen hat und als begnadetster Snooker-Spieler der Geschichte gilt.

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