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Stimmen zum 32. Bundesliga-Spieltag

Hütter tief enttäuscht: "Das ist ein rabenschwarzer Tag"

06.05.2019 06:25
Adi Hütter ging mit Eintracht Frankfurt mit 1:6 in Leverkusen unter
© getty, Martin Rose
Adi Hütter ging mit Eintracht Frankfurt mit 1:6 in Leverkusen unter

Der FC Bayern München setzt sich trotz eines umstrittenen Handelfmeters gegen Hannover 96 durch, der BVB patzt bei Werder Bremen. Schalke 04 feiert den endgültigen Klassenerhalt, der VfB Stuttgart muss weiter zittern und Borussia Mönchengladbach und 1899 Hoffenheim teilen im Duell um Europa die Punkte. Im letzten Sonntagsspiel erlebte Eintracht Frankfurt bei Bayer Leverkusen ein denkwürdiges Debakel: Die Stimmen zum 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 6:1

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Das war ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Wir haben noch nichts gewonnen, sind aber nah dran. Nun müssen wir gegen Schalke die gleiche Energie an den Tag legen."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Das ist ein rabenschwarzer Tag. Ich haue nicht auf die Mannschaft drauf, das mache ich nicht. Man muss versuchen, die Jungs wieder in die Spur zu bringen. Aber wir haben uns schlecht präsentiert. Die Chance auf die Champions League ist aber noch da, trotz unserer fürchterlichen Leistung heute."

FC Schalke 04 - FC Augsburg 0:0

Huub Stevens (Trainer Schalke 04): "Ich habe ein Spiel gesehen, in dem wir taktisch gut waren. Der Aufbau war gut - aber ab dem Strafraum hatten wir Probleme. Wir hatten ein paar Chancen, waren aber nicht so glücklich. Wir hätten für unsere Fans gerne das eine oder andere Tor geschossen. Letztlich haben wir den Klassenerhalt geschafft. Das war meine Aufgabe, und die war nicht leicht."

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): "Wir haben uns einen Punkt hart erkämpft. Das ist das Beste an diesem Spiel für uns. Nachdem der Klassenerhalt schon klar war, hat uns etwas die Spannung gefehlt. Wir sind mit dem Wochenende sehr zufrieden, das gibt uns Planungssicherheit. Damit wir die nächste Saison etwas ruhiger angehen können. Der Klassenerhalt ist besonders für den FCA - darüber freuen wir uns."

Werder Bremen - Borussia Dortmund 2:2

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir hatten in der ersten Halbzeit Gelegenheiten, das 3:0 zu machen. Die machen wir nicht, aber dann müssen wir ruhig bleiben, so etwas passiert. Wichtig ist es dann, dass wir Torchancen kreieren. Wir kriegen zwei unnötige Tore, das ist klar."

... zu den Gegentoren: "Über Roman müssen wir nicht sprechen, er hat - egal was passiert - eine Top-Saison gespielt und uns viele Punkte gerettet. Beim zweiten Tor muss er (Akanji) den Ball spielen."

... zum Titelkampf: "Wir sind keine Träumer. Wir müssen das letzte Spiel zu Hause unbedingt gewinnen und hoffen, dass Bayern strauchelt."

Julian Weigl (Borussia Dortmund) ...

... zum Einbruch in der zweiten Halbzeit: "Das ist schwer zu sagen, wie wir das wieder angestellt haben. Nach so einer starken ersten Halbzeit, mit den großen Chancen auf's 3:0, das wieder herzugeben, ist unglaublich ärgerlich. Bremen hat uns reingedrückt, aber wir machen leider zwei Fehler, die zu den Toren führen. Unterm Strich geht das in Ordnung, so wie Bremen die zweite Halbzeit gespielt hat."

... zur Bürde, dass Marco Reus gefehlt hat: "Er hätte uns sicher gut getan. Aber das dann als Ausrede zu suchen, ist nicht richtig. Mit der Konstellation auf dem Platz hätten wir das Spiel gewinnen müssen."

... zum Titelkampf: "Rein rechnerisch ist es noch möglich, aber es wird immer schwerer."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Wir haben ein tolles Spiel gemacht. Wir lagen lange 0:2 zurück, es war schwer, sich aufzuraffen. Wir wollten gewinnen, um oben dranzubleiben. Dann liegst du 0:2 hinten gegen Borussia Dortmund. Ich bin richtig stolz, wie die Mannschaft in der zweiten Halbzeit gespielt hat. Da kann man stolz sein, Werder-Fan zu sein. Wir wollen immer gewinnen, müssen aber auch eine Portion Realismus an den Tag legen. Uns haben mit Theo und Niklas zwei ganz wichtige Spieler gefehlt. Insgesamt bin ich stolz, aber in der Summe ist ein Punkt zu wenig. Wenn wir am Ende ein paar Konter besser ausspielen, gewinnen wir das Ding sogar."

... zum möglichen Elfmeter nach Mario Götzes Handspiel: "Wir können darüber diskutieren, ob so etwas grundsätzlich Hand ist. Im Kontext dieser Saison ist es ein glasklares Handspiel. Die Schiedsrichter wissen nicht mehr, was sie pfeifen sollen und was nicht. Wir können diskutieren, ob das für uns Fußballer ein Handspiel ist. Ich würde selbst da sagen, Tendenz eher ja. Der Ball ist nicht abgefälscht, er sieht ihn klar. In der Verhältnismäßigkeit dieser Saison ist es schon schwer zu akzeptieren. Ich hol dann immer wieder den Elfmeter von Moisander in Freiburg raus. Da gibt es Elfmeter. Und da muss ich lachen."

Max Kruse (Kapitän  Werder Bremen) ...

... zum Spiel und zu den Chancen auf Europa: "Wir haben es am Anfang sehr schlecht gemacht und nicht die Balance gefunden zwischen Pressing und Abwarten. Dortmund hat uns hergespielt, das war richtig schlecht von uns. Die zweite Halbzeit war besser, aber es ist immer schwer zurückzukommen, wenn man die erste Halbzeit so schwach spielt. Wir haben es aber trotzdem geschafft. Das Ergebnis deckt sich aber nicht mit unseren Ansprüchen. Es wird jetzt schwer. Wir haben letzte Woche in Düsseldorf die Anfangsphase verschlafen, jetzt wieder. Euphorie hin oder her, wir haben einen Punkt, es ist noch alles drin, aber es wird schwierig."

... zum möglichen Handelfmeter: "Für mich gibt es da keine zwei Meinungen, aber der Schiri bekommt den Hinweis und er schaut es sich an. Der Elfmeter ist derzeit nicht unser Freund."

Claudio Pizarro (Torschütze Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Es ist immer besonders für mich, hier zu spielen. Leider haben wir das Spiel nicht gewonnen, aber am Ende war es ein gutes Ergebnis mit dem Unentschieden. Wir werden noch um den Einzug in die Europa League kämpfen, es wird schwer, aber wir versuchen es."

... zu seiner Rolle für das Bremer Spiel: "Das ist mein Job. Wenn ich reinkomme, versuche ich, die Leute ins Spiel zu bringen, auch die Jungs mitzunehmen, damit wir mehr Fußball spielen.

... zu einer nochmaligen Vertragsverlängerung: "Wir haben noch zwei schwere Spiele, in Hoffenheim und gegen Leipzig. Ich habe immer noch Lust, Fußball zu spielen. Ich werde in den nächsten Wochen mit dem Verein sprechen, lege jetzt aber meine ganze Kraft in die letzten zwei Spiele."

VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg 2:0

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Alles in allem war das ein super schöner Arbeitssieg, den wir gebraucht haben. Wir wussten, dass es ein enges Spiel werden würde. Ich rechne auch jetzt nicht. Wir haben einfach eine Situation, die schön ist. Wir gehen mit wahnsinniger Freude in diese Geschichte rein und dann werden wir sehen, was am Schluss rauskommt."

Boris Schommers (Trainer 1. FC Nürnberg): "Wir haben uns selbst geschlagen. Wir haben in den ersten 20 Minuten schon drei Großchancen, bei denen jeweils der letzte Pass nicht kommt. Aus keiner Chance bekommen wir dann das Gegentor nach einem individuellen Fehler. Das darf natürlich nicht passieren. Aber ich mache da niemandem einen Vorwurf. Mit dem 0:2 war das Spiel dann gelaufen. Die Mannschaft hat heute aber ein gutes Spiel absolviert, gerade in der ersten Halbzeit. Aber wir sind hierhergefahren, um zu punkten - deshalb bin ich nicht zufrieden."

Borussia Mönchengladbach - TSG Hoffenheim 2:2

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben nicht mehr dieses Selbstverständnis, das uns über weite Strecken in der Hinrunde ausgezeichnet hat. Wir hatten nicht die Sicherheit. Nach dem 0:1 haben wir bis zur Halbzeit sehr schlecht gespielt. Die Mannschaft hat sich nach dem 1:2 noch einmal aufgebäumt. Sie hat gezeigt, dass sie nicht tot ist."

Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir hätten das zweite, dritte und vierte Tor nachlegen können. So ist Gladbacher glücklicher als wir heute."

Bayern München - Hannover 96 3:1

Niko Kovac (Trainer Bayern München): "Die ersten 20 Minuten hat es Hannover sehr gut verteidigt, wir hatten zwar Ballbesitz, aber nicht allzu viele torgefährlichen Situationen. Mit dem 1:0 hat sich das Spiel geöffnet und wir haben sehr gute Chancen herausgespielt. Wir hätten mit 4:0 in die Halbzeit gehen müssen, dann hast du Ruhe. Aus heiterem Himmel passiert dann etwas, was in der heutigen Zeit ein Elfmeter ist, was aber aus meiner Sicht keiner war. Aber wir haben unsere Hausarbeiten gemacht."

Thomas Doll (Trainer Hannover 96): "In den ersten 20, 25 Minuten haben wir es ganz gut hingekriegt, dann rollt Welle für Welle über dich drüber. Das 0:1 haben wir nicht gut verteidigt, da müssen wir näher dran sein, aber die Jungs haben das sehr vernünftig gemacht. Michael Esser hat einen klasse Job gemacht. Es war ein bisschen kurios, dass wir plötzlich nochmal dran waren - aus heiterem Himmel, das war ein Phantomelfer, wie wir ihn so oft erlebt haben die letzten Wochen. Dass wir dann einen Spieler verlieren, hat mich sehr, sehr geärgert. Da musst du als Schiedsrichter ein bisschen Fingerspitzengefühl zeigen."

Hertha BSC - VfB Stuttgart 3:1

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Wir haben eine gute erste Halbzeit gezeigt. Vedad hat das wichtige Dosenöffnertor gemacht. In der Schlussphase haben wir unsere Chancen nicht genutzt, das muss besser werden. Ansonsten sind wir sehr zufrieden, es ist ein schönes Gefühl, nach so langer Zeit wieder zu gewinnen."

Nico Willig (Interimstrainer VfB Stuttgart): "Wir haben kein Spielglück gehabt. Die Elfmetersituation war eindeutig. Wenn wir den Videoassistenten schon installieren, hätte er in diesem Moment im Keller online sein müssen. Hertha hat uns mit dem Doppelschlag vor der Pause angeknockt. Es war nicht zu erwarten, dass wir nach dem Sieg gegen Gladbach nun alle Spiele gewinnen und durch die Liga fliegen. Wir haben noch zwei wichtige Spiele, um diesen Relegationsplatz zu erreichen."

FSV Mainz 05 - RB Leipzig 3:3

Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Ich bin stolz auf das Team, vor allem über die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben. Nach dem 3:1 haben wir eine Riesen-Comeback-Mentalität gezeigt. Wir hatten eine hohe Intensität, es war viel Energie im Stadion, deswegen sind wir überglücklich, dass wir dann noch den Punkt geholt haben."

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): "Mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden, aber mit dem Spiel meiner Mannschaft, zumindest was die Offensive angeht, bin ich sehr zufrieden. Das war ein Riesenspiel, wir hätten fünf, sechs Tore schießen können. Wir haben nicht so kompakt verteidigt, wie wir das schon gemacht haben in der Saison. Deswegen haben wir das eine Tor zu viel kassiert."

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