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"Flapsige Aussage kam als Boomerang zurück"

Hitzige Elfer-Diskussion: Thomas Müller entschuldigt sich

26.04.2019 09:48
Im Halbfinale des DFB-Pokals zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern ging es heiß her
© getty, Stuart Franklin
Im Halbfinale des DFB-Pokals zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern ging es heiß her

Die Diskussionen um den Elfmeterpfiff im Pokalspiel des FC Bayern München bei Werder Bremen, der letzen Endes den 3:2-Siegtreffer durch Robert Lewandowski zur Folge hatte, schlug noch Tage danach hohe Wellen.

Jetzt hat sich mit Thomas Müller noch einmal ein Bayern-Spieler zu der Situation geäußert. Nachdem der 29-Jährige unmittelbar nach dem Spiel noch betonte, dass die umstrittene Szene in der 79. Minute zwischen Bremens Gebre Selassie und Bayerns Coman "aus dem Spiel heraus für mich absolut ein Elfmeter war", ruderte Müller jetzt zurück. 

"Aus dem Spiel heraus sah es für mich ganz klar wie ein Elfmeter aus, mit einem klaren Schubster von hinten. Ich denke, der Schubser war auch da, es ist auch ein Foulspiel. Allerdings kein Foulspiel, dass in dieser Situation dann für einen Elfmeter ausreicht", meinte Bayerns Interimskapitän in einem am Freitag über die Sozialen Medien veröffentlichten Video.

Müller ergänzte: "Direkt nach dem Spiel waren natürlich viele Emotionen da. Es ist natürlich auch meine etwas flapsige Aussage nach dem Düsseldorf-Spiel als Boomerang zurückgekommen", erkannte der Torschütze des zwischenzeitlichen 2:0 in Bremen.

Zur Erinnerung: Nach dem letzten Auswärtsspiel der Münchner in Düsseldorf, als es beim 4:1-Sieg der Bayern bei der Fortuna ebenfalls eine strittige Elfmeterentscheidung gab, hatte Müller in der Erregung gesagt: "Das würde ich sogar vorne als Stürmer nicht als Elfmeter haben wollen. [...] Wenn ich ihn bei uns bekomme, schiebe ich ihn absichtlich daneben."

Müller: "Sorry, falls es ein bisschen zu überheblich rüberkam"

Für diese Aussage entschuldigte sich der Weltmeister von 2014 nun mit einigem zeitlichen Abstand und der Erfahrung aus dem Pokalspiel bei Werder: "Sorry, falls es ein bisschen zu überheblich rüberkam. Ich wollte da keinen Moralapostel spielen."

Im Gegenzug betonte der wiedererstarkte Offensivmann der Bayern, dass er sein Verhalten während der 90 Minuten in dem emotionsgeladenen Duell am Mittwochabend keineswegs bereue: "Ich werde immer meine Farben Rot und Weiß vertreten auf dem Spielfeld. Dass es gerade nach so einer Elfmeterentscheidung bei dieser fulminanten Stimmung dann zu ein, zwei Nickligkeiten kommt, ist, denke ich, ganz normal. Da war auch nichts Böses bei." 

In der Schlussphase waren Müller und seine Teamkollegen immer wieder mit Bremer Akteuren aneinander geraten. Es kam zu hitzigen Diskussionen, die im Anschluss an die Partie aber unter den Protagonisten ausgeräumt wurden. 

 

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