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Irrtum von Christian Heidel mit bösen Folgen

Schalke droht ablösefreier Abgang von Alexander Nübel

24.04.2019 09:45
Der Vertrag von Alexander Nübel ist noch bis 2020 gültig
© getty, Dean Mouhtaropoulos
Der Vertrag von Alexander Nübel ist noch bis 2020 gültig

Seit Wochen ranken sich die Wechsel-Gerüchte um Alexander Nübel vom FC Schalke 04. Offenbar droht den Knappen ein ablösefreier Abgang des Keepers. Schuld daran trägt wohl ein Irrtum von Ex-Sportvorstand Christian Heidel.

Wie die "Sport Bild" berichtet, hat es der 55-Jährige versäumt, rechtzeitige Gespräche über eine Verlängerung mit Nübel zu führen. Grund für Heidels gelassene Haltung war wohl ein simpler Irrtum.

Der ehemalige Sportvorstand der Königsblauen ging wohl davon aus, dass sich Nübels Vertrag, der bis 2020 datiert ist, automatisch bis 2021 verlängert. Doch dieser Fall wäre nur in Kraft getreten, wenn Nübel acht oder weniger Spiele für die Königsblauen bestritten hätte.

Dann wäre der 22-Jährige im Sommer 2019 für ein Jahr verliehen worden und sein Arbeitspapier in Gelsenkirchen hätte sich automatisch bis 2021 verlängert. Doch mittlerweile steht Nübel bereits bei 14 Bundesliga-Einsätzen. Die Klausel greift also nicht.

Nübel-Berater: "Schalke hatte monatelang Zeit, Gespräche zu führen"

Damit, dass der junge Torwart es schafft, Routinier Ralf Fährmann schon in dieser Saison zu verdrängen, hat Heidel offensichtlich nicht gerechnet. Das hat womöglich weitreichende Folgen. Nach den ablösefreien Abgängen von Leon Goretzka, Max Meyer und Sead Kolasinac könnte Schalke das nächste Talent ohne Einnahmen verlieren.

"Schalke hatte monatelang Zeit, Gespräche zu führen und hat dies nicht getan - was das gute Recht des Klubs ist", sagte Nübels Berater Stefan Backs vor Kurzem zu "Sport1": "Jetzt ist für unsere Seite der falsche Zeitpunkt dafür. Was unser gutes Recht ist."

Auf den neuen Sportvorstand Jochen Schneider kommen wohl äußert schwierige Gespräche zu. Zumal mit dem FC Bayern München offenbar ein namhafter Konkurrent an Nübel interessiert ist. Der umworbene Schlussmann will sich jedenfalls erst nach der U21-EM im Sommer Gedanken über seine Zukunft machen.


Mehr dazu: Ulreich: Nübel-Wechsel zum FC Bayern "macht keinen Sinn"


 

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