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Spitzenreiter feiert wichtigen Auswärtserfolg in Mannheim

Nächster Schritt zum Titel! Flensburg siegt bei den Löwen

21.04.2019 17:41
Nach 60 umkämpften Minuten siegte der Titelverteidiger Flensburg in Mannheim
© getty, Simon Hofmann
Nach 60 umkämpften Minuten siegte der Titelverteidiger Flensburg in Mannheim

Der deutsche Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt kann allmählich die Getränke für die erfolgreiche Titelverteidigung kaltstellen.

Das Team von Trainer Maik Machulla gewann am Ostersonntag das Spitzenspiel bei den Rhein-Neckar Löwen mit 26:23 (12:8) und hat damit an der Tabellenspitze weiterhin vier Punkte Vorsprung auf Verfolger THW Kiel.

Flensburg hatte die Partie in Mannheim bis auf eine kleine Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit sicher im Griff. In der 39. Minute führten die Gäste bereits mit 17:12, mussten jedoch nach einigen Unsicherheiten nur acht Minuten später das 20:20 hinnehmen. Die Löwen schafften es allerdings nicht, daraus Kapital zu schlagen und gerieten durch eigene Fehler wieder in Rückstand.

Nationalspieler Jannik Kohlbacher und Löwen-Regisseur Andy Schmid waren mit jeweils fünf Treffern die erfolgreichsten Werfer der Gastgeber. Ebenfalls fünfmal traf Göran Johannessen für die SG Flensburg-Handewitt, die in Torhüter Benjamin Buric einen sicheren Rückhalt hatte.

Am anderen Ende der Tabelle wird die Luft für die SG BBM Bietigheim derweil immer dünner. Der Aufsteiger verlor in eigener Halle gegen GWD Minden mit 26:30 (12:16) und bleibt Vorletzter. Etwas Luft verschaffte sich der SC DHfK Leipzig durch das 32:29 (17:17) beim TVB Stuttgart.

Rhein-Neckar Löwen - SG Flensburg-Handewitt 23:26 (8:12)
Tore:
Schmid (5/3), Kohlbacher (5), Sigurdsson (4), Larsen (3), Lipovina (3), Fäth (2), Guardiola (1) für Rhein-Neckar
Sogard Johannessen (5), Gottfridsson (4), Lauge (4), Röd (3), Svan (3), Wanne (3/1), Hald Jensen (3), Glandorf (1) für Flensburg
Zuschauer: 13.200


Die Stimmen zum Spiel:

Nikolaj Jacobsen (Trainer Rhein-Neckar Löwen): "Es ist natürlich ärgerlich, denn wir hätten unseren Fans einen Sieg gegönnt. Aber es waren sehr schwierige Bedingungen. In der ersten Hälfte hatten wir Probleme, Tore zu erzielen. Alexander Petersson hat sich am Ende des Aufwärmens verletzt und so mussten wir unsere Pläne kurz vor Spielbeginn noch einmal umwerfen. In der zweiten Halbzeit muss ich den Hut vor meiner Mannschaft ziehen, dass wir uns so zurückgekämpft haben. Zum Schluss haben dann Kleinigkeiten entschieden. Die Flensburger machen kaum Fehler, im Gegensatz zu uns. Wir haben wieder viele kleine Fehler gemacht". 

Maik Machulla (Trainer SG Flensburg-Handewitt): "Ich schaue seit vielen Jahren nicht auf die Tabelle. Ich möchte Punkt für Punkt mit der Mannschaft erspielen. Natürlich weiß ich, dass wir dort oben stehen, deshalb ist alles gut. Es ist brutal in der Bundesliga, denn alle wollen uns schlagen, jeder will Punkte sammeln. Deshalb muss man überall wach sein. Es ist nichts entschieden. Wir haben zwei unglaubliche Punkte bei einer unglaublichen Mannschaft geholt und das macht mich sehr stolz. Wir hatten in der Breite mehr Möglichkeiten als die Löwen, das war heute entscheidend. Wenn man mutig ist, wird man belohnt und heute wurden wir belohnt. Die Mannschaft zeigt von Woche zu Woche, dass sie dem Druck standhält und es geht in jedem Spiel um alles." 

Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen): "Erst einmal Glückwunsch an Flensburg, die das Spiel heute durch unsere einfachen Fehler gewonnen haben. Jeder dieser kleinen Fehler wurde bestraft und wir haben das ein oder andere einfache Tor kassiert. Das war heute der Unterschied. Es war klar, dass es körperlich sehr anstrengend wird und ich denke, wir haben dennoch gut gekämpft. Wir haben zwar verloren, aber trotzdem sind wir in einem Aufwärtstrend und wir wollen unbedingt in Magdeburg gewinnen."

Rasmus Lauge Schmidt (SG Flensburg-Handewitt): "Es war ein wichtiger Schritt zur Meisterschaft. Wir freuen uns alle riesig auf das bevorstehende Champions-League-Spiel. Es wird eine schwierige Aufgabe, aber wir wissen, was wir können."

 

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