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THW Kiel freut sich auf "heißen Tanz" mit den Füchsen

17.04.2019 14:34
Maik Machulla und Co. fordern die Füchse Berlin
© getty, Martin Rose
Maik Machulla und Co. fordern die Füchse Berlin

Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt startet mit einem kleinen Vorsprung auf den THW Kiel in den Bundesliga-Endspurt. Die Kieler sind in Spiel eins nach der Länderspielpause bei den von Schlagzeilen umtosten Füchsen Berlin gefordert.

Neun Spiele, ein Joker: Die SG Flensburg-Handewitt startet nach der Länderspielpause von der Pole Position in den Bundesliga-Endspurt. Im Titelduell gegen den THW Kiel kann sich der Tabellenführer auf der Zielgeraden sogar noch einen Ausrutscher erlauben, denn neun Spiele vor dem Saisonende liegen die Nordlichter vier Minuspunkte vor dem Erzrivalen aus Kiel.

Fest steht: Flensburgs Titelgier ist ungestillt. "Wir sind auf einer tollen Reise, und der Weg ist noch nicht zu Ende", sagte SG-Erfolgstrainer Maik Machulla, dessen vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2023 unmittelbar vor den Wochen der Wahrheit für zusätzlichen Rückenwind sorgt.

Das Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Gummersbach am Donnerstag (19:00 Uhr) dürfte auf Machullas "Reise" nur eine kleine Hürde darstellen, bevor am Ostersonntag (16:25 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen der erste von zwei großen Stolpersteinen wartet.

"Wir brauchen die beiden Punkte aus diesem Spiel"

Die frisch gekürten Pokalsieger aus Kiel, die Flensburg noch am 12. Mai empfangen, hoffen inständig auf einen Feiertags-Ausrutscher der SG, müssen zuvor aber selbst einen Brocken aus dem Weg räumen. Die Füchse Berlin sinnen am Donnerstag (19:00 Uhr) in der ausverkauften Schmelinghalle auf Revanche für das verlorene Pokal-Halbfinale am vorvergangenen Wochenende (22:24).

"Das wird eine richtig schwere Partie, ein ganz heißer Tanz", prognostiziert THW-Kapitän Domagoj Duvnjak. Nur bei einem Sieg dürfen die Kieler weiterhin vom Double und der ersten Meisterschaft seit 2015 träumen. "Wir haben uns in der Liga eine gute Ausgangsposition erarbeitet, und die wollen wir behalten", sagte Linksaußen Rune Dahmke: "Wir brauchen die beiden Punkte aus diesem Spiel."

In der Hauptstadt will man den Fokus unterdessen wieder voll auf das Sportliche legen. Nach dem Wechseltheater um Nationaltorhüter Silvio Heinevetter und dessen schlagzeilenträchtigen Zoff mit Füchse-Boss Bob Hanning käme ein Sieg gegen den THW gerade recht. Hanning jedenfalls hofft auf eine Top-Leistung seines Keepers. "Vielleicht gibt ihm das eine besondere Motivation. Er braucht ja diese Kicks", sagte Berlins Manager dem "SID".

In Flensburg soll der neue Machulla-Vertrag für den Extra-Kick sorgen. "Mit dieser Vertragsverlängerung setzen wir ein deutliches Zeichen", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke stolz. Machulla, dessen Team als Viertelfinal-Teilnehmer auch in der Champions League noch alle Trümpfe in der Hand hält, sprüht vor Tatendrang: "Wir haben viele gute und erfolgshungrige Spieler unter Vertrag und mit diesen wollen wir eine Ära prägen." Zusammen mit der Mannschaft wolle er "den nächsten Schritt gehen".

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