Anzeige
powered by Alles zur Formel 1: News, Ergebnisse, Formel 1 Liveticker und mehr zur F1

Es gibt nichts, was mit dem Boliden nicht stimmt

Vettel: Ferrari weit entfernt vom "Panikmodus"

16.04.2019 10:43
Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel wähnt sein Team in der richtigen Spur mit dem SF90
© Getty Images
Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel wähnt sein Team in der richtigen Spur mit dem SF90

Drittes Rennen, erster Podestplatz, aber erneute Enttäuschung: Ferrari hat es auch in Shanghai nicht geschafft, Mercedes im Rennen hinter sich zu lassen. Und Sebastian Vettel muss festhalten: Es ist seinem Team bisher nicht gelungen, den SF90 optimal einzusetzen. Das Fahrzeug habe sich wieder einmal nicht nach Wunsch verhalten.

Dabei sei der neue Ferrari grundsätzlich keine Fehlkonstruktion, wie Vettel betont: "Wir haben ein sehr starkes Auto. Es gibt nichts, was damit nicht stimmt. Doch ich glaube, wir kriegen es nicht in das richtige Einsatzfenster. Das gilt vor allem für mich, hier und dort."

Besonders in Bahrain hatte sich Vettel schwergetan. Dort hatte sein Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc klar die bessere Leistung gezeigt, während Vettel immer noch damit hadert, mit dem Auto nicht an die guten Leistungen aus den Wintertests anknüpfen zu können.

Vettel nennt Zeitplan für Ferrari

Immerhin: Vettel wähnt Ferrari an der Schwelle zu einem Durchbruch: "Allmählich sehen wir ein gewisses Muster und erkennen vor allem über die Renndistanz, was wir brauchen, was ich brauche, um die Leistung des Autos zu entfesseln." Um was es sich dabei konkret handelt, lässt er offen.

Doch Vettel spricht erstmals einen gewissen Zeitrahmen an, den Ferrari für die Trendwende zur Verfügung habe. "Ich denke, die nächsten Wochen werden sehr wichtig für uns, um zu verstehen, in welche Richtung sich die Sache in den kommenden Monaten bewegen muss", sagt Vettel. Bedeutet: Wenn das Team eine Titelchance haben will, dann braucht es bald ein Siegerauto, sonst zieht Mercedes zu weit davon.

Und derzeit fährt Ferrari noch hinterher. Das sei in China "klar" ersichtlich gewesen, meint Vettel. "Wir waren dort nicht so schnell wie Mercedes. Es gab zwar Phasen im Rennen, in denen wir stark waren. Es gab aber auch Phasen, in denen wir hinter unseren eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind."

Der Motor ist nicht das Problem

Ferrari sei aber weit entfernt von einem "Panikmodus", sagt Vettel weiter. Die Leistung von Mercedes sei nichts Schockierendes für das Traditionsteam, sondern lediglich die Konsequenz daraus, dass Ferrari selbst noch nicht aussortiert sei. "Es geht in dieser Phase einfach darum, alles auf die Reihe zu kriegen." So wie Mercedes, das in bisher drei Rennen "einen guten Lauf" hatte und drei Doppelsiege erzielte.

Die Ferrari-Bilanz liest sich dagegen durchwachsen: "Wir hatten in Australien Probleme mit dem Wetter, wahrscheinlich auch mit dem Set-up. Für Bahrain hatten wir unsere Lektion gelernt. Dort lief es schon besser. Aber es gibt immer noch Rennabschnitte, in denen wir zu schwach sind. Das hat sich an diesem Wochenende wieder gezeigt", erklärt Vettel.

Zumindest auf Seiten des Motors müsse Ferrari allerdings keinem Defizit mehr hinterherlaufen, sondern könne "sehr zufrieden" sein, wie Vettel sagt. "Unser Motor scheint stark zu sein. Und unser Auto an sich funktioniert. Wir müssen es nur schaffen, die Leistung aus dem Fahrzeug herauszuholen. Das ist Charles in Bahrain besser gelungen als mir."

Und so spornt Vettel sein Team zur intensiven Ursachenforschung an. Denn: "Die Leistung ist da. Sie ist nur schwierig zu finden."

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige