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Lorenzo jammert nach nächstem Honda-Defekt

16.04.2019 07:49
Jorge Lorenzo hatte einfach nur Pech
© getty, Mirco Lazzari gp
Jorge Lorenzo hatte "einfach nur Pech"

Jorge Lorenzo im Pech: Nachdem dem Honda-Piloten im MotoGP-Qualifying von Austin bereits die Kette abgesprungen war, schied er im Rennen am Sonntag ebenfalls mit einem Defekt aus.

Nach nur zehn Runden musste er die Hoffnung auf sein erstes Top-10-Ergebnis mit Honda begraben. Dabei standen die Chancen darauf bis zu dem Zeitpunkt nicht schlecht. Doch die Technik machte ihm einen Strich durch die Rechnung .

"Das Motorrad hatte ein Problem und ich konnte das Rennen nicht beenden", hält Lorenzo nüchtern fest. Um einen Kettendefekt wie am Samstag habe es sich diesmal aber nicht gehandelt. Gefrustet war der Spanier aber trotzdem: "In den drei Rennen sind drei verschiedene Dinge passiert, die uns bessere Ergebnisse gekostet haben. Einfach nur Pech. Manchmal läuft es perfekt, wie bei mir 2010, und jetzt ist es das Gegenteil."

Wir erinnern uns: In Katar verletzte sich Lorenzo vor dem Rennen bei einem Trainingssturz und fuhr unter Schmerzen. In Argentinien drückte er am Start erst versehentlich den Pit-Limiter. Später kam ihm der Griffgummi am linken Lenkerstummel abhanden. Nun streikte seine Honda im dritten Rennen komplett. Dabei hatte sich der Spanier bis zur Rennhälfte im Mittelfeld behaupten können, lag beim Defekt auf dem zehnten Platz.

"Mir unterliefen einige seltsame Fehler"

"Am Anfang war es nicht einfach. Der Start war gut, wir haben zwar etwas Schwung verloren und einige Bikes gingen vorbei, aber ich konnte eine oder zwei Positionen wieder gutmachen", rekapituliert Lorenzo die Anfangsphase. "Die Strecke ist recht kompliziert wegen der Haarnadelkurven und Schikanen. Man muss extra aufmerksam sein, um keine Fehler zu machen oder mit anderen zu kollidieren. Ich war also vorsichtig."

Mit vollem Tank habe er sich dennoch ein paar Mal verbremst. "Mir unterliefen einige seltsame Fehler, das ist für mich eher ungewöhnlich. Ich musste zweimal die Strecke verlassen, weil ich das Motorrad nicht stoppen konnte. Das hat mich Positionen gekostet", erklärt Lorenzo. Er spricht damit ein Problem an, über das auch Markenkollege Cal Crutchlow von LCR-Honda in Austin klagte: die fehlende Bremsstabilität der RC213V.

"Das Wichtigste ist, schnell und wettbewerbsfähiger zu sein"

"Als ich mich fokussieren konnte, war das Tempo im Vergleich zu Marc (Márquez) zum Beispiel nicht außergewöhnlich, aber ich konnte etwas schneller sein als im Warm-up. Vor den Stürzen lag unsere realistische Position um die Plätze acht und neun, besser als in Katar oder Argentinien. Es wäre ein besseres Rennen geworden, aber wir haben es nicht geschafft." Neben Lorenzo kamen auch Márquez und Crutchlow nicht ins Ziel.

Für Honda war es ein rabenschwarzer Tag in Austin. Doch schon beim nächsten Rennwochenende in Jerez hofft Lorenzo auf mehr Glück und eine Steigerung. "Das Wichtigste ist, schnell und wettbewerbsfähiger zu sein, im Qualifying um die erste oder zweite Reihe zu kämpfen, nicht um die dritte oder vierte Reihe. Und dann werde ich versuchen, ein viel besseres Ergebnis im Rennen zu erzielen. Ich denke, wir können es schaffen."

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