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Mercedes dominiert auch den Großen Preis von Shanghai

Pressestimmen: "Ferrari erlebt eine Fahrerkrise"

15.04.2019 10:29
Sebastian Vettel muss bei Ferrari um seinen Status als Nummer eins kämpfen
Sebastian Vettel muss bei Ferrari um seinen Status als Nummer eins kämpfen

Der 1000. Grand Prix der Geschichte der Formel 1 geizte mit Highlights: Lewis Hamilton und Mercedes nutzten das Rennen, um ihre Spitzenposition in der WM-Wertung zu festigen, Ferrari-Star Sebastian Vettel betrieb mit Rang drei Schadenbegrenzung. So sah die internationale Presse das Rennen:

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Der Held ist immer Lewis Hamilton. Im Grund hätte es keinen besseren Sieger für das 1000. Formel-1-Rennen geben können. Der Brite ist das Symbol dieser Epoche. Ein globaler Rockstar, der Ferrari problemlos besiegt. Die große Geschwindigkeit des SF90 ist von Freitag bis Sonntag verschwunden, versenkt von umstrittenen strategischen Beschlüssen, wie beispielsweise der Entscheidung, Vettel auf Kosten Leclercs den Vorzug zu geben."

Corriere dello Sport: "Mercedes auf Höhenflug. Die Silberpfeile feiern den erfolgreichsten WM-Start der Geschichte mit drei Doppelsiegen in drei Rennen. Ferrari hat nicht nur wenig Geschwindigkeit, sondern muss auch mit den negativen Aspekten der Rivalität seiner Piloten umgehen."

Tuttosport: "Alarmglocken bei Ferrari! Vettel zeigt sich am Ende des GP in China mit seinem dritten Platz zufrieden, doch seine Leistungen liegen klar unter den Erwartungen Maranellos. Indem Leclerc ihm den Vortritt lassen muss, erspart man Vettel eine Demütigung. Doch so kann es nicht weitergehen."

Corriere della Sera: "Unfähig, auf Schwierigkeiten zu reagieren, langsam, verworren, chaotisch und mit einer gescheiterten Taktik: Sämtliche Ferrari-Probleme kommen auf einer komplexen Strecke wie jener in China zum Vorschein. Zudem droht die interne Rivalität zwischen den beiden Fahrern voll auszubrechen. Wie lange wird Ferrari Kapitän Vettel noch verteidigen können?"

La Repubblica: "Hamilton, der König Nummer 1000. Mercedes schreibt Geschichte, Hamilton und Bottas dominieren die Formel 1, wie es nur Nigel Mansell und Riccardo Patrese 1992 mit ihren glorreichen Williams geschafft haben. Vettels dritter Platz kann einem viermaligen Weltmeister nicht genügen. Leclerc wird immer mehr zum Leader, auch wenn er im Namen des Teams geopfert wird."

La Stampa: "Wieder mal ein schwerer Schlag für Ferrari in China. Der Weg zum WM-Titel wird für Maranello immer steiler, ist aber noch nicht ganz versperrt. Der SF90 ist unter Druck fragil, werden diese Probleme gelöst, kann Ferrari weiterhin wettbewerbsfähig sein."

ENGLAND

The Telegraph: "Vettel verteidigt mühsam seinen Status als Ferraris Nummer-1-Fahrer, während Hamilton einen lockeren Sieg nach Hause bringt. Die Fehde zwischen Vettel und Leclerc droht Ferraris Saison ernsthaft zu destabilisieren. Hamilton kehrt mit spielerischer Leichtigkeit auf den Kommandostand der Formel 1 zurück, seit Sonntag ist er in der WM-Wertung wieder der führende Mann."

Daily Mail: "Während Lewis Hamilton den 75. Grand-Prix-Sieg seiner großen Karriere feiert, rumort es in der Nachbarschaft gewaltig. Das Donnergrollen bei Ferrari hielt noch an, als sich längst die Nacht über Shanghai gesenkt hatte. Man wird es möglicherweise die gesamte Saison über hören. Wir erleben den Aufstieg und die Tragödie des Charles Leclerc."

The Sun: "Hamiltons 75. Sieg im 1000. Rennen der Formel 1 fällt ihm fast vor die Füße. Ferrari stolpert wieder über sich selbst und macht es Mercedes so unglaublich leicht, die Plätze eins und zwei zu holen. Ferrari muss aufpassen, andernfalls wird die Fehde zwischen Vettel und Leclerc ihre Saison komplett ruinieren."

The Guardian: "Als Lewis Hamilton und Mercedes das dritte silberne Double im dritten Rennen des Jahres feiern, leckt Ferrari die Wunden, die man sich selbst zugefügt hat. Sie schaffen es einfach nicht, die Power ihres Autos freizusetzen, zudem schwächen sie sich selbst, indem sie in der Fehde ihrer beiden Fahrer kein eindeutiges Machtwort sprechen. So ist Maranello für Mercedes keine ernsthafte Konkurrenz."

SPANIEN

Marca: "Hamilton gewinnt und wird dadurch WM-Spitzenreiter, Ferrari baut wieder mal Mist. Für Hamilton ist es eines der leichtesten Rennen seiner bisherigen Karriere. Vettel landet auf dem Podest, allerdings verliert er in der WM-Wertung schon viel Boden auf die beiden Mercedes."

As: "Hamilton holt einen lockeren Sieg, und Ferrari sieht wieder mal schlecht aus. Maranello befiehlt Leclerc, sich von Vettel überholen zu lassen. Es ist ein Melodram für Ferrari, sie kreieren ihre eigenen Probleme und ruinieren Leclercs Rennen. Für Mercedes wird das Rennen so zu einem Spaziergang."

Sport: "Hamilton feiert sich selber beim 1000. Rennen der Formel-1-Geschichte. Dritter Doppelsieg in Folge für Mercedes, die das Rennen konkurrenzlos dominieren. Ferrari macht sich selber das Leben schwer nach den sehr polemischen Anweisungen an Vettel und Leclerc. Ferrari erlebt eine Fahrerkrise, die schwer zu managen sein wird. Derweil fliegt Hamilton allmählich davon." 

El Mundo Deportivo: "Hamilton macht Party in China, während es bei Ferrari mal wieder heftig brennt. Der Brite setzt sich durch und kontrolliert das Geschehen von Anfang bis zum Ende. Spannungen bei Ferrari wegen der Fehde zwischen Vettel und Leclerc. Hamilton rückt die Verhältnisse in der WM wieder zurecht und übernimmt die Spitze des Klassements. Widerstandslos gleitet er über die Ziellinie."

FRANKREICH

L'Equipe: "Der 1000. Grand Prix wird nicht wegen seiner tristen Feierlichkeiten in Erinnerung bleiben. Auch nicht wegen des Rennverlaufs, der linear und monoton war. Nein, dieser 16. Grand Prix von China markiert zweifellos den Beginn einer sorgenvollen Zeit für Ferrari. Es ist eindeutig und unbestreitbar, dass Charles Leclerc nicht länger im Schatten bleiben will. Das Rennen war eine einzige Unabhängigkeits-Erklärung eines gerade mal 21-jährigen Bengels, der lauthals seinen Willen äußert."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Leclerc oder Vettel? Die Frage wird nach dem Formel-1-GP von China immer drängender. Noch bevorzugt der italienische Rennstall Ferrari Sebastian Vettel. Der junge Charles Leclerc macht aber kein Hehl daraus, dass er die Teamorder lieber früher als später ändern möchte. Sebastian Vettel kam auf dem Shanghai International Circuit bloß auf den dritten Platz und nie wirklich in die Nähe von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas, die sich früh abgesetzt hatten."

ÖSTERREICH

Kronen Zeitung: "Lewis Hamilton und Valtteri Bottas sorgten am Sonntag im Grand Prix von China für einen Doppelsieg von Mercedes. Ferrari machte statt mit Schnelligkeit wieder einmal mit Stallregie von sich reden."

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