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Überraschung! Rins jubelt, Márquez besiegt sich selbst

14.04.2019 22:07
Alex Rins siegte überraschend beim Großen Preis von Amerika
Alex Rins siegte überraschend beim Großen Preis von Amerika

Marc Márquez schlägt sich in Austin selbst! Nach einem Sturz des Weltmeisters ist Alex Rins überraschender Sieger auf dem Circuit of the Americas und beschert Suzuki damit den ersten MotoGP-Sieg seit Silverstone 2016.

Der Spanier setzte sich im Zweikampf mit Valentino Rossi (Yamaha) durch, der seinen zweiten Platz von Argentinien wiederholen konnte. Dritter wurde Jack Miller vor Ducati-Kollege Andrea Dovizioso.

Zum Rennstart der MotoGP waren die Temperaturen noch einmal nach oben geklettert. Die Außentemperatur betrug 20 Grad, der Asphalt hatte etwas 38 Grad. Viele Fahrer hatten sich für die Reifenkombination medium-medium entschieden, so zum Beispiel die komplette erste Startreihe. Danilo Petrucci (Ducati) und Markenkollege Miller fuhren hingegen vorne und hinten die weiche Mischung.

Die erste Kurve sicherte sich Pole-Setter Márquez, allerdings heftete sich Rossi sofort an sein Hinterrad. Cal Crutchlow (LCR-Honda) konnte vor Miller Rang drei behaupten. Den erhofften Raketenstart von Position 13 hatte Ducati-Pilot Dovizioso, der nach der ersten Runde bereits auf Platz sechs vorgefahren war und sich damit hinter Rins einordnete.

Hinter Dovizioso klaffte zu Maverick Vinales (Yamaha) auf sieben bereits eine kleine Lücke. Das lag auch daran, dass der Yamaha-Pilot etwa eine Sekunde pro Runde langsamer fuhr als die Spitze. Generell war das Feld zu diesem frühen Zeitpunkt im Rennen aber noch recht eng beieinander. Erstes Sturzopfer wurde Aleix Espargaro (Aprilia), der in Kurve 14 zu Boden ging und später aufgeben musste.

Márquez baut Vorsprung aus - und stürzt

An der Spitze konnte sich Márquez langsam, aber sicher von Rossi absetzen. Nach vier gefahrenen Runden betrug sein Vorsprung 1,5 Sekunden. Der "Doktor" geriet derweil unter Druck durch Crutchlow. Der Brite blieb diesmal von einem Frühstart verschont, dafür traf es Vinales und Joan Mir (Suzuki). Beide mussten zu einer Durchfahrtsstrafe in die Boxengasse fahren.

Für sie war das Rennen damit mehr oder weniger gelaufen. Genau das konnte man in Runde sechs dann leider auch über Crutchlow sagen. Der Brite verlor in Kurve 11 die Kontrolle über seine Honda und schmiss damit die Chance einen Podestplatz weg. Damit waren im Kampf um Platz zwei noch Rossi, Miller und Rins übrig. Márquez hatte das Tempo angezogen und seinen Vorsprung ausgebaut.

Am Ende der Gegengeraden passierte dann aber das Unfassbare: Márquez stürzte in Kurve 12 und konnte das Rennen trotz mehrerer Restart-Versuche nicht mehr aufnehmen. Damit führte Rossi den Großen Preis von Texas vor Rins und Miller an, während in der Box von Repsol Honda Fassungslosigkeit herrschte. Und die sollte sich noch verschlimmern, denn auch Jorge Lorenzo musste das Rennen aufgeben.

Rins belauert den "Doktor"

In Kurve 12 erlebte der Spanier wie schon am Samstag im Qualifying erneut einen technischen Defekt. Dabei hatte es für ihn sein erstes Top-10-Ergebnis mit Honda werden können. Deutlich besser lief es nach dem Quali-Desaster für Dovizioso, der durch die Ausfälle auf Rang vier vorgerückt war. Sehr beachtlich schlug sich auch Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) auf Rang fünf.

Allerdings hatten beide bereits fünf Sekunden Rückstand auf den letzten Podestplatz. Den hielt weiterhin Miller, dem wiederum fünf Sekunden auf das Führungsduo fehlten. Wer hier die Nase vorn haben würde, Rossi oder Rins, war bis fünf Runden vor Rennende noch völlig offen. Beide fuhren in etwa identische Rundenzeiten, Rins belauerte den "Doktor" regelrecht.

Dann ergriff der Suzuki-Pilot die Gelegenheit und bremste Rossi in Kurve aus. Eine Gegenattacke schlug fehl, was Rins etwas mehr Luft verschaffte. Damit befand sich der Spanier nach fünf Podestplätzen in der MotoGP auf dem Weg zu seinem ersten Sieg in der Königsklasse. Und er sollte die Führung bis ins Ziel verteidigen können, auch weil Rossi nicht mehr nah genug kam, um einen finalen Angriff zu starten.

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