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Trotz schwacher Leistung nach der Pause

Sammer verteidigt BVB: "Haben gute Reaktion gezeigt"

14.04.2019 15:22
Matthias Sammer berät seit dem Sommer den BVB
© getty, Alexander Hassenstein
Matthias Sammer berät seit dem Sommer den BVB

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund erntete nach dem knappen 2:1-Sieg gegen Mainz 05 reichlich Kritik. BVB-Berater Matthias Sammer schließt sich der Schelte gegen die Schwarzgelben nur bedingt an.

"Sie haben erst einmal eine gute Reaktion gezeigt, wenn man fünf Tore in München bekommt - eine schallende Ohrfeige. Dann haben sie das 35, 40 Minuten in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht und damit Moral und Charakter bewiesen", kommentierte der 51-Jährige das Spiel der Dortmunder bei "Eurosport". 

Aus der schwachen zweiten Halbzeit, in der das Team von Trainer Lucien Favre den sicheren Sieg fast noch aus der Hand gegeben hätte, müsse der BVB hingegen seine Schlüsse ziehen. 

"Sie haben das Spiel beherrscht, aber in der zweiten Halbzeit haben sie ihre Chancen nicht gemacht. Dazu kommt, das war davor schon manchmal der Fall, dass sie deutlich das Spiel beherrscht und geführt haben und am Ende noch unter Druck geraten sind. Das müssen sie lernen", so Sammer weiter.

Sammer sieht Entwicklung junger Spieler mit Besorgnis 

Die Westfalen hatten trotz einer 2:0-Pausenführung nach dem Seitenwechsel massiv abgebaut und den Sieg nur mit viel Glück über die Zeit gerettet. 

Im ersten Durchgang war es einmal mehr Youngster Jadon Sancho, der die Schwarz-Gelben mit einem Doppelpack früh in Führung gebracht hatte. Für Sammer hat die rasanten Entwicklung der vielen jungen Shooting-Stars auch ihre Schattenseiten. 

"Es gibt die neuen Medien, die Spieler präsentieren sich. Sie sind unglaublich gut betreut durch ihre Agenturen, sie stellen sich dar. Jetzt kommt aber die entscheidende Frage: Ist das Bild, was ich von den Spielern habe, ihr eigenes oder ist es ein künstliches? Ich glaube, dass die große Stärke immer daran liegt, diese Authentizität zu wahren. Ich glaube, dass im Fußball viel zu viele Kunstbilder dargestellt werden", kritisierte der ehemalige Abwehrspieler. 

 

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