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Martin Schmidt übernimmt

FC Augsburg trennt sich von Baum und Lehmann

09.04.2019 16:25
Manuel Baum ist nicht mehr Trainer des FC Augsburg
© getty, Alexander Hassenstein
Manuel Baum ist nicht mehr Trainer des FC Augsburg

Der FC Augsburg hat die Reißleine gezogen und Coach Manuel Baum mit sofortiger Wirkung von seinem Amt entbunden. Das gab der Klub am Dienstag bekannt.

Neben Baum mussten auch Co-Trainer Jens Lehmann und der Technische Direktor Stephan Schwarz ihren Stuhl räumen.

"Wir haben in den letzten Wochen und Monaten alles dafür getan, unsere schwierige Situation gemeinsam zu meistern. Nach dem 0:4 gegen die TSG 1899 Hoffenheim und den äußerst schwankenden Leistungen zuvor hat uns aber die Überzeugung gefehlt, dass wir dies auf Dauer in der bisherigen Konstellation schaffen werden. Daher haben wir uns entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt einen klaren Schnitt zu machen, um die Weichen für einen sportlich erfolgreichen Saisonendspurt und die weitere Zukunft des FCA zu stellen", kommentierte Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport diese Entscheidung.

Die Nachfolge tritt Martin Schmidt an. Der 51-Jährige stand in der Bundesliga bereits beim 1. FSV Mainz und dem VfL Wolfsburg an der Seitenlinie. Der Schweizer erhält einen Vertrag bis Ende Juni 2021 und wird schon am Mittwoch die erste Trainingseinheit leiten. 

Schmidt bringt Stefan Sartori als Co-Trainer mit, mit dem 44-Jährigen hatte er zuletzt bereits in Wolfsburg zusammengearbeitet. Wie Klub-Präsident Klaus Hofmann am Dienstag zudem verkündete, wurde der bis 2020 laufende Vertrag von Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport beim FC Augsburg, vorzeitig bis 2023 verlängert.

In der Tabelle rangiert der FCA derzeit auf Rang 15 nur vier Zähler vor dem Relegationsplatz. Zuletzt setzte es drei Niederlagen in Serie.

Negative Entwicklung beim FC Augsburg deutet sich an

Bereits seit Jahresbeginn hatte es bei den Augsburgern mächtig gebrodelt. Ende Januar hatte der mittlerweile nach Frankfurt gewechselte Verteidiger Martin Hinteregger seinen damaligen Trainer Baum öffentlich bloßgestellt. Die Entwicklung gehe nun seit einem Jahr nach unten, klagte der Österreicher und auf die Frage, ob Baum die Mannschaft noch erreiche, antwortete er: "Ich kann nichts Positives über ihn sagen, und ich werde auch nichts Negatives sagen." Kurz darauf wurde Hinteregger an die Eintracht ausgeliehen.

Am vergangenen Sonntag wiederholte sich die Geschichte ansatzweise. Jeffrey Gouweleeuw, bis Ende Januar Kollege von Hinteregger in der Augsburger Innenverteidigung, fand nach dem Debakel gegen Hoffenheim deutliche Worte. "Wir hatten von Anfang an keine Ahnung, was wir machen", sagte der Niederländer, "ich hatte auf dem Platz nie das Gefühl, dass wir etwas erreichen können. Wir hatten keine gemeinsame Idee."

Baum gab anschließend zu, dass sein Plan nicht aufgegangen war und er im Spiel mehrmals umstellen musste. Gouweleeuw dazu: "Wenn wir in der ersten Halbzeit dreimal umstellen müssen, zeigt das, dass etwas nicht klappt. Jedes Mal, wenn wir umgestellt haben, war das nicht besser. Wir hatten keine Lösungen."

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