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Lewandowski knackt bei Schützenfest magische Marke

Lehrstunde im Titelkampf: FC Bayern demontiert den BVB

06.04.2019 20:26
Fünf Mal durfte der FC Bayern gegen den BVB jubeln
© getty, Adam Pretty
Fünf Mal durfte der FC Bayern gegen den BVB jubeln

Mit einer meisterlichen Machtdemonstration ist der FC Bayern zurück an die Spitze der Fußball-Bundesliga gestürmt. Der deutsche Rekordchampion schickte den gedemütigten und entzauberten Rivalen Borussia Dortmund im Jubiläumsklassiker mit 5:0 (4:0) nach Hause.

Sechs Spieltage vor Saisonende hat das Münchner Star-Ensemble um den 200-fachen Bundesliga-Torschützen Robert Lewandowski voller Entschlossenheit Kurs auf den siebten deutschen Meistertitel am Stück genommen.

Mats Hummels (10. Minute), Lewandowski mit seinem Festtagstor (17.) und dem Schlusspunkt (89.), Javi Martínez (40.) und Serge Gnabry (43.) führten den völlig überforderten BVB vor 75.000 Zuschauern vor. Nach dem 100. deutschen Clásico in der Bundesliga führen die Münchner die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung und dem besseren Torverhältnis an.

"Wir wollten von vornherein zeigen, dass es ein Heimspiel ist, dass wir die Zuschauer mitnehmen wollen, dass wir von der ersten Minute an aggressiv sind. So wollen alle, die es mit uns halten, die Bayern sehen. Wir waren konzentriert und zielstrebig", sagte der herausragende Hummels


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Bayern startete dominant - und nach einem Warnschuss durch einen BVB-Pfostentreffer von Mahmoud Dahoud (6.) legte der Serienmeister mit zwei Ex-Dortmundern in den Hauptrollen richtig los. Hummels, der in der ersten Hälfte öfter aufs Tor schoss oder köpfte als die gesamte Dortmunder Mannschaft, brachte die Bayern per Kopfball nach einem Thiago-Eckball in Führung. In seinem schon 20. Klassiker traf der Innenverteidiger erstmals seit dem 1. Oktober 2017 wieder.

Solche Torpausen kennt Lewandowski nicht. Den besonderen 200. Treffer im 284. Spiel bekam er allerdings durch den Blackout von Verteidiger Dan-Axel Zagadou praktisch geschenkt. Gäste-Torhüter Roman Bürki verhinderte gegen Lewandowski und Thomas Müller zunächst noch Schlimmeres (18./19.). Eigentlich sorgte jeder hohe Ball gegen die überforderte Innenverteidigung aus Zagadou (19 Jahre) und Manuel Akanji (23) für Gefahr.

BVB kann Offensivpower nicht zeigen

Borussen-Trainer Lucien Favre schimpfte in seiner Coachingzone, die Bayern-Fans stimmten früh Hohngesänge an - und mit einem Doppelschlag erwischte es den BVB schon vor der Pause noch härter. Erst traf Martínez aus der Distanz, dann der nur 1,75 Meter große Gnabry per Kopfball. An beiden Toren war Thomas Müller entscheidend beteiligt.

Cool steckte Bayern-Coach Niko Kovac wiederholt die Hände in seine Hosentaschen oder verschränkte die Arme vor dem Körper. Nach dem irrwitzigen 5:4 im Pokal gegen Heidenheim und der Handwerker-statt-Künstler-Kritik an seiner Mannschaft durfte er sich ganz besonders als Gewinner fühlen. Der 47-Jährige darf weiter darauf hoffen, sich in seiner ersten München-Saison auch erstmals zum Meistertrainer zu küren.


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Seine Hereinnahme des von den Fans umjubelten Martínez zahlte sich im defensiven Mittelfeld aus. Die insgesamt gute gestaffelte Elf ließ nichts zu. Von der hochgelobten Dortmunder Offensivpower gab es nichts zu bestaunen. Ein Marco Reus war zu wenig gegen diesen FC Bayern. Ausfälle wie die von Paco Alcácer oder Christian Pulisic konnten die Westfalen zumindest im Liga-Gipfel nicht kompensieren. Die diesmal ausgebremsten Tempofußballer geben den Kampf um die Schale aber noch lange nicht auf.

FC Bayern auch in Durchgang zwei dominant

Der in 205 Länder übertragene Klassiker verlor nach dem Seitenwechsel angesichts des Spielstands an Attraktivität und Esprit. Dortmund wollte Schlimmeres verhindern. Nach 0:6, 1:4 und 1:5 in den vorangegangenen drei Duellen in München wollten die Gäste nicht noch mehr unter gehen und mussten doch kurz vor Schluss noch den fünften Treffer hinnehmen. Die Hereinnahme von Mario Götze für Dahoud hatte das BVB-Spiel etwas belebt, aber der Vorsprung des Rekordmeisters war zu klar.

Die Bayern genießén den Erfolg mit den Fans
Die Bayern genießén den Erfolg mit den Fans

Bayern war weiter dominanter, bei einem Konter über Lewandowski und Hummels fehlte noch die Präzision (66.). 80-Millionen-Zugang Lucas Hernández durfte sich im Stadion als Zuschauer trotzdem über einen gelungenen Auftritt seiner künftigen Teamkollegen freuen. Nachdem die Kovac-Bayern gegen Liverpool und Ajax Amsterdam in der Champions League nicht gewinnen konnten und das Hinspiel in Dortmund 2:3 verloren hatten, glückte jetzt endlich ein großer Sieg.


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Für Wirbel hatte im Vorfeld der Partie die geplante Party des Magazins von Bayern-Profi Jérôme Boateng nach dem Topspiel in einer Münchner Nobel-Disko gesorgt - zumindest gab es am Samstagabend für die Bayern reichlich Grund zum Feiern.

 

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern34246488:325678
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund34237481:443776
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig34199663:293466
4Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen341841269:521758
5Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach341671155:421355
6VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg341671162:501255
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt341591060:481254
8Werder BremenWerder BremenSV Werder341411958:49953
91899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim341312970:521851
10Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf341351649:65-1644
11Hertha BSCHertha BSCHertha BSC3411101349:57-843
121. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05341271546:57-1143
13SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg348121446:61-1536
14FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0434891737:55-1833
15FC AugsburgFC AugsburgAugsburg34881851:71-2032
16VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart34772032:70-3828
17Hannover 96Hannover 96Hannover 9634562331:71-4021
181. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg343102126:68-4219
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