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KTM-Neuzugang Zarco will Espargaro "nicht kopieren"

06.04.2019 12:57
Johann Zarco will seinem Fahrstil treu bleiben
© getty, Mirco Lazzari gp
Johann Zarco will seinem Fahrstil treu bleiben

Johann Zarcos harziger Einstand im KTM-Werksteam nahm auch beim zweiten gemeinsamen Rennen, dem Grand Prix von Argentinien, seine Fortsetzung.

Nach Platz 15 beim Saisonauftakt in Losail (Katar) kam der Franzose nämlich auch in Termas de Rio Hondo wieder nur auf dem letzten Punkteplatz ins Ziel. Teamkollege Pol Espargaro fuhr als Zehnter in die Top 10, nachdem er beim Katar-Grand-Prix den zwölften Platz belegt hatte.

Zarcos Rückstand auf den Sieger umfasste in Argentinien trotz identischer Platzierung satte zehn Sekunden mehr als in Katar. Dies ist aber in erster Linie dem hohen Tempo von Marc Márquez geschuldet. Dem Honda-Piloten konnte in Termas de Rio Hondo niemand das Wasser reichen.

Márquez hatte allein auf den Zweitplatzierten Valentino Rossi schon 9,8 Sekunden Vorsprung. Einen größeren Abstand zwischen P1 und P2 hatte es bei einem MotoGP-Rennen zuletzt beim Grand Prix von Tschechien 2017 in Brünn gegeben, als Márquez 12,4 Sekunden Vorsprung auf seinen damaligen Teamkollegen Dani Pedrosa aufwies.

Für Zarco freilich ist das kein Trost. Er tut sich auf der KTM RC16 augenscheinlich schwer, ist aber fest entschlossen, die Umstellung von der Yamaha, die er zuvor zwei Jahre lange gefahren war, allein zu schaffen. Den Fahrstil seines Teamkollegen Pol Espargaro will der Franzose nicht kopieren, wenngleich der Spanier zwei Jahre zuvor genau den gleichen Markenwechsel hingelegt hatte.

Zarco will "seinen eigenen Fahrstil beibehalten"

"Ich kann mir natürlich seine Daten anschauen und analysieren. Aber sein Stil unterscheidet sich komplett von meinem", sagt Zarco über Espargaro, um darzulegen: "Ich bin methodisch genug, um zu verstehen, was er auf dem Bike macht. Ich will das aber nicht kopieren. Denn das wäre für mich nicht der Schlüssel, um für die Zukunft den geplanten großen Schritt. Ich möchte meinen Fahrstil beibehalten und herausfinden, wie der sich noch verbessern lässt."

Im Team gibt es laut Zarco grünes Licht für diesen Ansatz: "KTM steht voll hinter Pol und mir. Wenn es uns gelingt, auf zwei unterschiedliche Art und Weisen ein Siegermotorrad zu entwickeln, wäre das das Beste überhaupt. Es gibt jedenfalls nicht den Gedanken, dass wir nur eine Richtung einschlagen dürfen. Es werden einfach alle Informationen gesammelt."

"In diesem Zusammenhang ist es auch gut, dass Miguel ebenfalls sehr stark fährt und fast die Werkspiloten schlägt", spricht Zarco auf Tech-3-KTM-Pilot Miguel Oliveira an, der beim Grand Prix von Argentinien direkt hinter Espargaro auf P11 ins Ziel kam und Zarco selbst damit um vier Plätze distanzierte. Die Menge an unterschiedlichen Eindrücken und Daten "ist genau das, was KTM braucht", so Zarco.

 

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