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"Unglaubliche Inszenierung"

Ehemaliger Ferrari-Teamchef kritisiert Mick Schumacher

05.04.2019 17:57
Mick Schumacher wurde kritisiert
© getty, Lars Baron
Mick Schumacher wurde kritisiert

Für seine erste Formel-1-Testfahrt in einem Ferrari hat Mick Schumacher in dieser Woche viel Lob bekommen. "Außergewöhnlich für einen so jungen Fahrer", schwärmte Sportchef Ross Brawn. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto beschrieb das Nachwuchstalent als "extrem lernwillig". Und Ex-Formel-1-Pilot Fernando Alonso prophezeite Schumacher junior "eine große Zukunft".

Doch es gibt auch Stimmen, die daran Zweifel äußern. Unter ihnen befindet sich Cesare Fiorio, einstiger Rennleiter bei Ferrari. "Ich denke, dass mit ihm eine unglaubliche Inszenierung veranstaltet wurde", sagt er im Interview mit "TuttoMotoriWeb.com" über Mick Schumachers Ferrari-Premiere und kritisiert dessen bisherige Performance in der Ende März gestarteten Formel-2-Saison.

Dort bestreitet Schumacher in diesem Jahr beim Prema Powerteam seine Debütsaison. "Obwohl er mit einem sehr konkurrenzfähigen Auto unterwegs war, belegte er im ersten Rennen der Formel 2 Platz acht und im zweiten, das er aufgrund von Positionswechseln von der Pole-Position startete, Platz sechs", analysiert Fiorio die Ergebnisse beim Saisonauftakt in Bahrain.

Sie überzeugen den Italiener genauso wenig wie Schumachers Leistung im jüngsten Test. "Es ist wahr, dass er die zweitschnellste Zeit hatte. Aber in diesem Moment hat niemand gepusht: Verstappen war schneller als Schumacher, und das mit um zwei Stufen härteren Reifen als er." Fiorios Fazit fällt daher weniger euphorisch aus als das von Brawn oder Binotto.

"Bis jetzt sieht Mick Schumacher für mich nicht konkurrenzfähig aus, aber trotzdem machen sie ein großes Aufsehen um ihn." Freilich ist dem 20-jährigen Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher die mediale Aufmerksamkeit sicher. Doch viele Beobachter meinen, man sollte ihn nicht mit übertriebenen Erwartungen strafen, sondern ihm die Zeit geben, Schritt für Schritt zu wachsen.

 

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