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7er-Rugby-Nationalteam will in die World Series

03.04.2019 11:58
Die deutschen Rugby-Cracks wollen den Aufwärtstrend fortsetzen
Die deutschen Rugby-Cracks wollen den Aufwärtstrend fortsetzen

Beim größten 7er-Rugby-Turnier der Welt in Hongkong kämpft die deutsche Nationalmannschaft ab Freitag erneut um die Qualifikation für die World Series. Nach zwei denkbar knappen Finalpleiten in Serie soll der Sprung in die Eliteliga endlich klappen.

Das Wolfsrudel hat Blut geleckt, der Hunger nach Erfolg ist größer denn je. Im vierten Anlauf will die deutsche Nationalmannschaft im 7er-Rugby endlich den Sprung in die World Series schaffen. Bei den prestigeträchtigen "Hong Kong Sevens" kämpft das Team von Bundestrainer Vuyo Zangqa ab Freitag (5:30 Uhr MESZ) um die Qualifikation für die Eliteliga in der olympischen Variante des Sports. Im Vorjahr fehlten wenige Sekunden, doch die Mannschaft scheint gereift.

"Wir sind absolut bereit", kündigte der Südafrikaner Zangqa, seit inzwischen zwei Jahren Coach der "Wolfpack", also Wolfsrudel, getauften Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV), selbstbewusst an. "Einmal pro Jahr in Hongkong zu spielen" reiche eben nicht, um "einen bleibenden Fußabdruck in der Geschichte des deutschen Rugby zu hinterlassen". Und nicht weniger ist das Ziel bei dem berühmtesten und wichtigsten 7er-Turnier der Welt.

Deutschland will Status als Entwicklungsland überwinden

Die "Hong Kong Sevens" sind kein normales Event. Drei Tage ist die Stadt im Rugby-Fieber, 43.000 Fans auf den stets ausverkauften Rängen feiern in der ehemaligen britischen Kronkolonie eine Art Karnevalsparty. Dazu wird hier, und nur hier, im parallel ausgetragenen Qualifikations-Turnier ein Startplatz für die World Series ausgespielt. Die erstmalige Teilnahme wäre für das Rugby-Entwicklungsland Deutschland ein Quantensprung.

Schließlich ist die erste Liga des 7er-Rugby das Tummelbecken der Topnationen. Bei den insgesamt zehn Turnieren im Jahr könnte die deutsche Mannschaft deshalb sportlich den nächsten Schritt machen. Auch mit Blick auf die anstehende Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio wären regelmäßige Vergleiche mit der Weltelite ein enormes Plus. Unrealistisch ist dies keineswegs.

Zuletzt dreimal gescheitert

Dreimal hatte Deutschland die Eintrittskarte für die Eliteliga zuletzt knapp verpasst. 2016 unterlag die DRV-Sieben im Halbfinale, 2017 im Endspiel gegen Spanien und 2018 führte sie im Finale gegen Japan bei Ablauf der regulären Spielzeit sogar - und wurde in der Nachspielzeit doch noch brutal aus allen Träumen gerissen. Auch diesmal gehört die deutsche Mannschaft, zuletzt erstmals mit Silber in der EM-Serie dekoriert, deshalb zum engeren Favoritenkreis.

Die Konkurrenz scheint allerdings härter denn je. Vor allem Europameister Irland, aber auch Absteiger Russland oder Gruppengegner Chile haben ebenfalls ein Auge auf das World-Series-Ticket geworfen. Der Weg über drei Gruppenspiele und drei K.o.-Spiele ist weit und steinig. Das deutsche Trainerteam setzt auf den Faktor Erfahrung. "Der Fokus ist da und die Jungs zeigen weitaus weniger Nerven als im Vorjahr", sagte Zangqa und Co-Trainer Clemens von Grumbkow meinte: "Wir alle haben das Gefühl, dass wir weiter und besser sind als 2018."

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