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"Wir besitzen noch positive Energie"

1. FC Nürnberg will allerletzte Chance nutzen

27.03.2019 13:38
Der 1. FC Nürnberg wartet seit September auf einen Dreier
© getty, Matthias Hangst
Der 1. FC Nürnberg wartet seit September auf einen Dreier

Für den 1. FC Nürnberg sind es die Spiele um die allerletzte Chance. Der Abstiegskandidat trifft nacheinander auf den FC Augsburg, den VfB Stuttgart und Schalke 04. Der Aufsichtsrat der Franken fahndet derweil noch immer nach einem Sportvorstand.

Der FK Mlada Boleslav kam gerade recht als Sparringspartner. Fünf Tore erzielte der 1. FC Nürnberg am letzten Freitag in einem Test gegen die Tschechen, in der Bundesliga-Rückrunde schoss der Club in neun Spielen insgesamt so viele. Ob die ungeahnte Trefferflut im sportlichen Existenzkampf gegen den FC Augsburg hilft? Wer weiß.

In jedem Falle beginnen am Samstag für den designierten Absteiger die Spiele der allerletzten Chance auf den Klassenverbleib. Dem fränkisch-schwäbischen Duell folgen die Begegnungen mit den ebenfalls in prekären Tabellenverhältnissen lebenden VfB Stuttgart und Schalke 04. "Wir besitzen noch immer positive Energie", sagt Kapitän Hanno Behrens tapfer.

Woher Behrens und Kollegen diese nehmen, bleibt vermutlich ihr Geheimnis. Ja, unter Interimstrainer Boris Schommers hat der neunmalige deutsche Meister eine gewisse defensive Stabilität zurückerlangt, den generellen Negativtrend vermochte der 40-Jährige aber bisher nicht zu stoppen.

"Wir sind überzeugt, dass wir es schaffen können. Das ist kein Zweckoptimismus, vielmehr machen die Leistungen der letzten Wochen Mut", sagt Schommers im Interview mit der "Nürnberger Zeitung" dennoch.

Spekulationen um Markus Krösche vom SC Paderborn

Statistiken, beteuert Schommers, blendet er komplett aus. Das ist vielleicht auch besser so. Die Sieglosserie des Traditionsklubs steht inzwischen bei 20 Spielen, die erzielten Tore und erhaltenen Gegentreffer sind auf abstiegsreifem Niveau, die letzte Platz ein logisches Ergebnis.

Schommers sagt mit Blick auf die kommenden Gegner: "Wir müssen ans Limit, aber das tun wir im Moment, deshalb bin ich überzeugt, dass wir punkten werden."

Der Nachfolger des geschassten Michael Köllner argumentiert wohl auch so, um Werbung in eigener Sache zu betreiben. Cheftrainer zu sein, ist sein Wunsch. Ob beim Club oder anderswo, gehört zu den vielen offenen Fragen am Valznerweiher. Denn wer künftig Trainer wird, entscheidet ein Sportvorstand, den die Nürnberger seit nunmehr gut sechs Wochen nicht mehr haben.

Möglicherweise endet die Suche in den nächsten Tagen, möglicherweise nicht. Von Aufsichtsratschef Thomas Grethlein gibt es derzeit dazu nichts Erhellendes. Auch nicht zu den Spekulationen um Markus Krösche, derzeit Geschäftsführer Sport bei Zweitligist SC Paderborn und dort mit einem Vertrag bis 2022 ausgestattet.

"Zu dem Namen, der gehandelt wird, sage ich auch weiterhin nichts", wiegelte Grethlein in der "Bild" ab. Die Boulevardzeitung vermutet, dass der Wechsel an finanziellen Forderungen der Ostwestfalen scheitern könnte. "Es ist schon so, dass mit dem Sportvorstand ein Posten zu besetzen ist, der Geld kostet", räumt Grethlein ein, und ergänzt: "Jetzt müssen wir sehen, was für uns sinnvoll und machbar ist."

 

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