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Dopingskandal: Dürr belastet ehemaligen Biathlon-Sportchef

22.03.2019 14:16
Dopingskandal: Kronzeuge Dürr belastet Gandler
© AFP/SID/GIUSEPPE CACACE
Dopingskandal: Kronzeuge Dürr belastet Gandler

Kronzeuge Johannes Dürr hat im Dopingskandal um den Erfurter Arzt Mark S. Österreichs früherem Sportchef für Langlauf und Biathlon Markus Gandler Mitwisserschaft vorgeworfen. Dürr soll Gandler in einem Gespräch mit Anti-Doping-Ermittlern belastet haben.

"Ich kann diese Aussage nicht dementieren", sagte ein Zeuge der Unterredung der "FAZ". Auch gegenüber Ermittlern der österreichischen Staatsanwaltschaft soll Dürr Gandler belastet haben. Die Behörde wollte dies weder bestätigen noch dementieren.

Gandler hatte in Medien bestritten, Kenntnis vom Blutdoping im österreichischen Team gehabt zu haben. "Ich weiß nur, dass ich nicht einmal in irgendeiner Form an etwas beteiligt war, immer an das Gute geglaubt habe", sagte Gandler, der Ende Februar von seinen Aufgaben im österreichischen Skiverband (ÖSV) entbunden worden war.

Ski-Langläufer Dürr hatte mit seinen Aussagen in einer "ARD"-Sendung Mitte Januar die Ermittlungen bei der Nordischen Ski-WM im Februar in Seefeld eingeleitet. Dabei wurden der Erfurter Arzt Mark S. sowie mehrere seiner Komplizen wegen Doping-Praktiken festgenommen. 

Bislang haben inklusive Dürr neun Spitzensportler ihre Beteiligung am Dopingnetzwerk von Mark S. gestanden. Die Staatsanwaltschaft München erklärte in dieser Woche, dass insgesamt 21 Sportler aus acht Nationen involviert sein sollen.

 

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