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"Das war keine gute Performance von mir"

"Ein Pfeil ins Herz": Max Hopp enttäuscht in Berlin

22.03.2019 14:19
Max Hopp unterlag bei der Premier League Darts in Berlin
Max Hopp unterlag bei der Premier League Darts in Berlin

Max Hopp ging bei seinem Debüt in der Premier League als Verlierer von der Bühne. Ausgerechnet beim Heimspiel in Berlin versagten Deutschlands größter Darts-Hoffnung die Nerven.

Alles war angerichtet für eine schwarz-rot-goldene Party, doch am Ende des Abends herrschte bei Max Hopp Katerstimmung. "Das ist ein Pfeil ins Herz", sagte Deutschlands größte Darts-Hoffnung nach der bitteren 3:7-Niederlage gegen sein Kindheitsidol Raymond van Barneveld. Vor 10.000 Fans in der Berliner Mercedes-Benz-Arena versagten Hopp die Nerven, sein Debüt in der prestigeträchtigen Premier League hatte sich der 22-Jährige ganz anders vorgestellt.

"Das war keine gute Performance von mir. Ich kann es viel besser", analysierte Hopp bei "DAZN", "das muss ich erstmal verdauen." Der "Maximiser" wurde seinen eigenen hohen Erwartungen nicht gerecht, gegen den zuletzt schwächelnden van Barneveld wollte der Idsteiner sein Können auf großer Bühne unter Beweis stellen.

Doch stattdessen fand Hopp überhaupt nicht zu seinem Spiel, obwohl er sich im Vorfeld bereit gefühlt hatte. "Genau in diesen 20 Minuten musst du eigentlich auf dem Höhepunkt deiner Leistung sein und abliefern", sagte Hopp, "vier Stunden habe ich es im Übungsraum getan, aber nicht auf der Bühne."

Zwar ging der Lokalmatador in Führung und brachte das Publikum prompt in Jubelstimmung. Doch dann riss der Faden. Die Pfeile flogen oft weit an den Triple-Feldern vorbei, die "Scoring Power" blieb aus, die Fans verstummten. "Barney" holte indes vier Legs in Folge, überzeugte mit einem 170er-Finish und brachte den Erfolg sicher nach Hause.

Hopp: Kulisse war "mega"

Für den fünfmaligen Weltmeister aus den Niederlanden, der im direkten Duell auf 3:2 stellte, war es am siebten Spieltag der erste Sieg. Der 51-Jährige, der seine Karriere nach der Saison beenden wird, wahrte damit seine Playoff-Chancen.

Nach dem Duell fand der Altmeister noch tröstende Worte für seinen 29 Jahre jüngeren Gegner: "Wir wissen alle, dass Max ein fantastischer Spieler ist." Die Chance auf einen Heimsieg ließ Hopp zwar aus, dennoch darf sich der Weltranglisten-29. über einen mächtigen Erfahrungsgewinn freuen.

Sein kurzes Intermezzo im Konzert der Großen hatte Hopp der ausrichtenden Professional Darts Corporation (PDC) zu verdanken. Weil der Schotte Gary Anderson wegen Rückenproblemen absagen musste, wählte die PDC pro Standort jeweils einen Lokalmatadoren als Nachrücker.

Hopp kam jedenfalls auf den Geschmack, die Kulisse sei "mega" gewesen. "Das hat mich umgehauen. Das möchte ich unbedingt nochmal haben", sagte Hopp. Deutschlands bester Profi wird in Zukunft definitiv noch viele Gelegenheiten bekommen.

Zunächst aber wird Hopp aufgrund eines Fauxpas den Auftakt der European Tour verpassen. Da er die Anmeldung verschlief, wird er bei den Turnieren in Leverkusen und Hildesheim nicht teilnehmen. Aufgrund der sportlichen Möglichkeiten wohl noch ärgerlicher als die Niederlage gegen Darts-Legende van Barneveld.

 

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