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DEU-Team im großen Schatten von Savchenko/Massot

19.03.2019 12:34
Das deutsche Team hat bei der WM in Japan höchstens Außenseiterchancen
© getty, Gregory Shamus
Das deutsche Team hat bei der WM in Japan höchstens Außenseiterchancen

Ohne die Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot, die ihren Weltmeistertitel in Saitama nicht verteidigen, sind die deutschen Läufer in Japan ohne Medaillenchance. Aber zwei Berliner Paare arbeiten sich langsam an das Niveau der Goldmedaillengewinner von Pyeongchang 2018 heran.

Noch ist der Schatten von Aljona Savchenko und Bruno Massot riesig, auch für ihre potenziellen Nachfolger noch viel zu groß. Und doch wollen die beiden Berliner Paare Minerva-Fabienne Hase und Nolan Seegert sowie Annika Hocke und Ruben Blommaert bei den Weltmeisterschaften im japanischen Saitama die pausierenden Olympiasieger und Vorjahresgewinner wenigstens im Ansatz achtbar vertreten.

Derzeit haben in diesem internen Duell Hase/Seegert die Kufen ein wenig vorn. Die deutschen Meister überzeugten auch bei den europäischen Titelkämpfen im Januar in Minsk mit Rang sechs, der besten deutschen Platzierung in der weißrussischen Hauptstadt. "Es wäre schön, diese Leistung beizubehalten und nicht zurückzufallen", sagte Hase.

Comeback von Massot/Savchenko ausgeschlossen?

Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), bescheinigte dem Duo bereits eine gute Wettkampfstabilität, und auch Bundestrainer Alexander König, der schon Savchenko/Massot an die Spitze führte, lobt die Entwicklung des Paares: "Sie sind einen großen Schritt nach vorn gekommen und machen kaum Fehler. Das hinterlässt immer einen guten Eindruck bei den Preisrichtern."

Eine wichtige Erkenntnis, denn kaum jemand in der Szene rechnet noch mit einem Comeback der Goldmedaillengewinner von Pyeongchang 2018. Massot, kürzlich Vater geworden, kämpft mit chronischen Rückenbeschwerden und spürt eine persönliche Verantwortung als Coach für die Schüler seines langjährigen Trainers Jean-Francois Ballester. Der Franzose erlag völlig überraschend im Dezember vergangenen Jahres im Alter von nur 53 Jahren einem Herzinfarkt.

Deutsche Läuferinnen und Läufer reisen als Underdog an

Für die übrigen deutschen WM-Starter geht es im fernöstlichen Kaiserreich um kaum mehr als einen Platz im Kürfinale. Besonders schwer dürften es dabei die WM-Debütanten Shari Koch und Christian Nüchtern im Eistanz haben.

Problematisch könnte auch der Start von Paul Fentz sein. Der deutsche Meister aus Berlin hat wegen einer Schleimbeutelentzündung im Fuß Trainingsrückstand. Trainerin Romy Oesterreich: "Die Situation ist nicht optimal, aber Paul wird sein großes Sportlerherz auspacken." Ein solches benötigt auch die Essenerin Nicole Schott, die bei der EM nicht über Rang 16 hinauskam.

Der WM-Zeitplan, Mittwoch: Kurzprogramm der Paare (2 Uhr), Kurzprogramm der Damen (7 Uhr). - Donnerstag: Kür der Paare (2.30 Uhr), Kurzprogramm der Herren (8 Uhr). - Freitag: Rhythmustanz der Eistänzer (4 Uhr), Kür der Damen (9.30 Uhr). - Samstag: Kür der Eistänzer (4.30 Uhr), Kür der Herren (9.30 Uhr).