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Nationalspieler als Matchwinner

NHL-Scouts beobachten Adler-Torjäger Eisenschmid

18.03.2019 11:17
Eisenschmid (M.) hat das Interesse der NHL-Scouts geweckt
Eisenschmid (M.) hat das Interesse der NHL-Scouts geweckt

Dank ihrer Nationalspieler sind die Favoriten in den DEL-Play-offs auf Halbfinalkurs. Hauptrundensieger Adler Mannheim fehlt nur noch ein Sieg, Titelverteidiger Red Bull München benötigt noch zwei Erfolge.

Markus Eisenschmid war die Freude an seiner Arbeit deutlich anzusehen. "Es macht auf jeden Fall Spaß", sagte der Eishockey-Nationalspieler und strahlte über das ganze Gesicht. Schon wieder hatte der 24-Jährige getroffen, schon wieder mit einem wichtigen Tor den Adlern Mannheim den Weg zum Sieg geebnet. Mit seinem fünften Treffer im dritten Play-off-Viertelfinale gegen die Nürnberg Ice Tigers hatte er maßgeblich zum 4:1-Erfolg beigetragen - zum Weiterkommen fehlt nur noch ein Sieg.

"Die Play-offs sind die geilste Zeit im Jahr. Momentan passt alles", sagte der Stürmer, der in seiner ersten Saison beim Hauptrundensieger einer der Erfolgsgaranten ist. Bereits in der Punkterunde hatte der Allgäuer, der nach fünf Jahren in Nordamerika nach Deutschland zurückgekehrt war, mit 20 Toren auf sich aufmerksam gemacht. In den Play-offs hat Eisenschmid noch einmal einen Gang höher geschaltet. Zwei Treffer beim 7:2 zum Auftakt, zwei weitere beim 4:2 am Freitag in Nürnberg - und am Sonntag das wichtige Ausgleichstor zum 1:1 (13.) in Überzahl.

NHL-Scouts bei den Adler Mannheim

"Wir haben ein super Powerplay", stellte er fest, "man muss mich auch erstmal so freispielen, wie die vier Jungs das machen. Ich versuche einfach zu schießen, wie ich kann." Seine Torjägerqualitäten dürften auch die Scouts aus der NHL registriert haben, die in dieser Saison regelmäßig bei Mannheimer Spielen auf der Tribüne sitzen. In erster Linie, um den 17-jährigen Moritz Seider zu begutachten. Der Verteidiger wird im Sommer aller Voraussicht nach in der ersten Runde des NHL-Draft ausgewählt werden.

Doch auch Eisenschmids Leistungen sind den Beobachtern aus der NHL nicht entgangen. Der eine oder andere mag sich wundern, warum dieser spielstarke und treffsichere Angreifer in den vergangenen Jahren bei den Montreal Canadiens unter dem Radar blieb. Nach drei Jahren in den Farmteams in St. John und Laval gab Eisenschmid, der auch bei seiner ersten WM im vergangenen Jahr in Dänemark überzeugte, mangels Perspektiven auf und kehrte in die Heimat zurück.

Olympiahelden glänzen für Red Bull München

In der Play-offs ist er nicht der einzige Nationalspieler, der eine entscheidende Rolle spielt. Torhüter Dennis Endras hielt mit 23 Paraden den Mannheimer Sieg fest. Und beim 4:1 des Titelverteidigers Red Bull München gegen die Eisbären Berlin glänzten gleich mehrere Olympiahelden von 2018. Goalie Danny aus den Birken wehrte 24 Schüsse ab, die Stürmer Yasin Ehliz (24.), Patrick Hager (31.) und Frank Mauer (50.) schossen den zweiten Sieg im dritten Duell heraus.

Der Vorrundenzweite zeigte damit eine eindrucksvolle Reaktion auf das 0:4 am Freitag, seine höchste Play-off-Niederlage in der DEL. "In Berlin haben wir wirklich ein schlechtes Spiel gemacht", gab Hager zu: "Heute waren über 60 Minuten die Laufbereitschaft und die Härte da. Und in den richtigen Momenten haben wir auch den kühlen Kopf behalten."

Zwei Siege fehlen dem Meister der vergangenen drei Jahre noch zum Halbfinaleinzug - ebenso wie der Düsseldorfer EG nach dem 4:3 bei den Augsburger Panthern und dem ERC Ingolstadt nach dem 2:3 nach Verlängerung bei den Kölner Haien. Am Freitag (19.30 Uhr/Magenta Sport) geht es weiter.

 

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