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Rhein-Neckar Löwen zittern sich zum Sieg in Lemgo

17.03.2019 17:46
Trainer der Rhein-Neckar Löwen, Nikolaj Jacobsen, feuert sein Team an
Trainer der Rhein-Neckar Löwen, Nikolaj Jacobsen, feuert sein Team an

Die Rhein-Neckar Löwen bleiben am Spitzenduo der Handball-Bundesliga dran. Der deutsche Pokalsieger setzte sich mit 25:23 (10:11) beim TBV Lemgo durch und festigte dadurch den dritten Tabellenplatz.

Bester Werfer der Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen waren Nationalspieler Jannik Kohlbacher und Regisseur Andy Schmid mit je fünf Treffern. Die meisten Tore der Partie gelangen dem Lemgoer Nationalspieler Tim Suton, der siebenmal erfolgreich war.

Die Löwen taten sich lange Zeit schwer mit den Gastgebern, weil sie eine Vielzahl ihrer Chancen vergaben. Vor allem aufgrund einer erneut starken Leistung von Schmid stand letztlich aber ein verdienter Sieg, wodurch die Mannheimer den Kontakt zum THW Kiel auf Rang zwei und Spitzenreiter SG-Flensburg-Handewitt halten.

Allerdings profitierten die Löwen in der Schlussphase von einer strittigen Situation, als die Schiedsrichter einen Wechselfehler der Favoriten übersahen. "Den Schiedsrichtern kann man keinen Vorwurf machen, die können es nicht sehen, die waren in der Aktion eingebunden. Aber wir haben drei Offizielle da sitzen, das war ein klarer Wechselfehler, das haben die Rhein-Neckar Löwen auch zugegeben. [...] Wir haben selber zu viele Fehler gemacht. Trotzdem glaube ich einfach, dass wir in den Phasen ein paar Situationen hatten, wo wir einfach benachteiligt wurden. Das ist für mich spielentscheidend, egal was vorher war", kommentierte Lemgo-Coach Florian Kehrmann den Patzer.

Dem VfL Gummersbach half dagegen auch der kürzlich vollzogene Trainerwechsel von Denis Bahtijarevic zu Torge Greve nicht. Der Traditionsklub verlor sein Heimspiel gegen GWD Minden mit 20:25 (8:14) und hat nach wie vor lediglich einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Auf dem bleibt die SG BBM Bietigheim nach dem 19:28 (8:10) gegen den TVB Stuttgart. Auch im vierten Sonntagsspiel gab es eine Heimniederlage, die HSG Wetzlar verlor gegen den HC Erlangen mit 27:28 (10:10).

Weitere Stimmen:

Nikolaj Jacobsen (Trainer Rhein-Neckar Löwen) ...

... zum Spiel: "Heute waren wir vor allem in der zweiten Halbzeit besser. In der ersten Halbzeit hat ein bisschen die Energie gefehlt, wir sind nicht richtig ins Eins gegen Eins gegangen. Die Abwehr war eigentlich das ganze Spiel gut. In der zweiten Halbzeit spielen wir ein besseres Angriffsspiel. Mich ärgert, dass es nur zwei Punkte sind. Wir hatten genug Möglichkeiten, höher zu gewinnen, und waren in der zweiten Halbzeit klar besser. Und ich bin mit einigen Entscheidungen nicht zufrieden. Was die mit Kohlbacher machen, ohne eine Zwei-Minuten-Strafe zu bekommen... Das ist das ganze Jahr so gewesen, das tut mir für Jannik leid, dass er nicht wie andere Kreisläufer behandelt wird. Das ist nicht nur heute so."

Florian Kehrmann (Trainer TBV Lemgo Lippe) ...

... zum Spiel: "Ärgerlich ist, dass wir es nicht geschafft haben, diese Phase in der zweiten Halbzeit zu unterbinden, das hat uns so ein bisschen das Genick gebrochen. Insgesamt hatten wir eine sehr gute Abwehrleistung über das ganze Spiel. Am Ende kommt es auf die entscheidenden Szenen an, wenn Tim den Ball reinwirft, kann es hier glaube ich brennen. Der Wechselfehler hätte auch gepfiffen werden müssen."

Andy Schmid (bester Werfer Rhein-Neckar Löwen) ...

... zum Spiel: "Das Problem war, dass wir zwei, drei spielentscheidende Situationen hatten, aber dann wird es eng, wenn der Torhüter drei hundertprozentige hält. Dann geht es schnell in die andere Richtung, wir bekommen Zeitstrafen, das Publikum kommt, es wird hektisch. Aber am Ende haben wir verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir zu statisch gespielt. Wenn man statisch spielt, hängt das meistens mit dem Rückraum-Mitte zusammen. Deswegen war das mehrheitlich meine Schuld, dass wir nicht richtig in die Gänge kommen."

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